English
Jetzt spenden und helfen

Unsere Grundsätze

Menschen in Not brauchen Hilfe. Sie brauchen in besonderen Krisen und Katastrophen den kurzfristigen Beistand, der unmittelbar das Überleben sichert, und sie brauchen die langfristige Unterstützung, um Not und Konflikte nachhaltig überwinden sowie neuen Krisen vorbeugen zu können.

Die im Bündnis Entwicklung Hilft zusammenarbeitenden Hilfsorganisationen leisten beides. Sie helfen Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika in akuten Notlagen und sie engagieren sich für eine umfassende soziale, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. Das Ziel ist die Bekämpfung der Ursachen von Not und Konflikten und nicht allein deren Milderung. Mit Sorge betrachtet das Bündnis den aktuellen Trend, Hilfe und Spendengelder verstärkt auf die Bewältigung akuter und womöglich spektakulär in Erscheinung tretender Katastrophen auszurichten. 

Entwicklung ist die beste Katastrophenvorsorge

Bereits in der Phase akuter Krisenbewältigung gilt es, die notwendigen Vorbereitungen für spätere Rehabilitations- und Entwicklungsprojekte zu treffen. Dazu fördert das Bündnis die Wiedererlangung einer eigenständigen Ernährungs- und Existenzsicherung, den Aufbau tragfähiger Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und damit die Rückgewinnung von Selbstständigkeit. Entwicklung hilft – und ist zugleich die beste Katastrophenvorsorge. Erdbeben, Missernten oder kriegerische Gewalt können sich vor allem dort so folgenschwer auswirken, wo Menschen aufgrund prekärer Lebensumstände und fehlender Partizipationsmöglichkeiten geschwächt und schutzlos sind. Die im Bündnis zusammenarbeitenden Organisationen fühlen sich einer Hilfe verpflichtet, die von sicherheitspolitischen Motiven der Regierungen unabhängig ist, sich eindeutig am Bedarf der Opfer orientiert und in ihrer Wirkung auf nachhaltige Veränderung setzt. 

Die Betroffenen einbeziehen

Auch in Zeiten schlimmster Katastrophen ist es zuallererst die Nachbarschaftshilfe der Betroffenen selbst, die Rettung und sozialen Beistand sichert. Von außen kommende Hilfe darf die lokalen Selbsthilfekräfte nicht schwächen oder gar ersetzen, sondern muss diese gezielt fördern. Die im Bündnis Entwicklung Hilft tätigen Hilfsorganisationen kooperieren mit einem Netz lokaler Partner, das dafür sorgt, dass tatsächlich auch die Bedürftigsten und Schwächsten erreicht werden. Auf unspektakuläre Weise sind die Partner des Bündnisses also bereits vor Ort, wenn sich Katastrophen ereignen und akute Hilfe notwendig wird; sie garantieren eine bedarfsgerechte Planung und die wirkungsvolle Durchführung von Hilfe. Ohne die maßgebliche Partizipation der Betroffenen ist das nicht möglich. 

Erfahrungen, Einblicke und Kenntnisse

Aufgrund der langjährigen Zusammenarbeit mit den Partnern im Süden verfügen die Organisationen des Bündnisses Entwicklung Hilft über weit reichende Einblicke der politischen, sozialen und kulturellen Umstände, die in den jeweiligen Ländern herrschen. Ohne die Kenntnis des gesellschaftlichen Kontextes einer Krise ist eine Hilfe, die auf dauerhafte Überwindung von Not zielt, nicht möglich. Aus diesem Grunde bemüht sich das Bündnis um die Vermittlung eines realistischen Bildes von Not und Konflikten in der deutschen Öffentlichkeit, wozu auch die Förderung einer nachhaltigen und ursachenbezogenen Berichterstattung zählt. 

Verantwortungsvoller Umgang mit Spenden

Die im Bündnis Entwicklung Hilft zusammenarbeitenden Hilfsorganisationen stehen für ein zivilgesellschaftliches Engagement, das von staatlichen und zwischenstaatlichen Institutionen unabhängig ist. Alle Organisationen verfügen über das DZI-Spendensiegel; ein gemeinsamer Kodex leitet die jeweilige Öffentlichkeitsarbeit. Das Bündnis vereint größere und kleinere Hilfswerke, kirchliche und säkulare – und spiegelt damit einen Querschnitt der deutschen Gesellschaft. Fachliche Spezialisierungen und jeweils besondere sich gegenseitig ergänzende Kompetenzen ermöglichen eine Hilfe, die der Komplexität von Notlagen und Konflikten entspricht.