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Hilfe für die Dürreopfer: Überleben retten, Zukunft sichern

In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Yemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Seit 2015 und verstärkt durch die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens erleben viele Regionen anhaltende Dürreperioden. Infolge dieser und des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge. Darüber hinaus führt der Anstieg der Nahrungsmittelpreise durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion dazu, dass insbesondere einkommensschwache Familien sich nicht ausreichend ernähren können.

In Somalia, dem Südsudan, Nigeria und dem Jemen leiden die Menschen außerdem unter anhaltenden gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Konfliktparteien. Staatliche Versorgungsstrukturen in den Ländern sind stark eingeschränkt oder komplett zerstört. Menschen müssen ihre Heimat verlassen, auf Suche nach Nahrung und Wasser und auf der Flucht vor Gewalt und Terror.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.
Hier eine Auswahl der zahlreichen Hilfsmaßnahmen unserer Bündnis-Mitglieder und ihrer lokalen Partner vor Ort:

  • Im Jemen bereitet die DAHW in Aden und Umgebung die Ausgabe von 1.000 Cholera-Kits vor. Diese enthalten unter anderem Infusionen, Rehydrationssalze und Wasseraufbereitungstabletten. Die Welthungerhilfe und ihr Partner ACTED bezuschussen ein Cash-Transfer-Programm, bei dem Betroffene Bargeld erhalten, um sich dringend benötigte Nahrungsmittel und Güter schnell kaufen zu können.
  • In Kenia stellt medico international finanzielle Mittel für die Verteilung von Hilfsgütern in Regionen bereit, in denen bisher keine staatliche Hilfe angekommen ist. Zudem unterstützt medico die Arbeit zur Verankerung des Menschenrechts auf Nahrung für alle Bürger*innen in der neuen kenianischen Verfassung.
  • Im Niger unterstützt die Christoffel-Blindenmission in Flüchtlingslagern und informellen Siedlungen die Verbesserung der Wasserversorgung und den Bau von Latrinen und Duschen unter Beachtung der besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung.
  • In Nigeria bezuschusst Misereor den Bau von größeren Stau- oder Regenauffangbecken und Brunnen in Dorfgemeinschaften in den Regionen Yola und Maiduguri für einen verbesserten Zugang zu Wasser und fördert Methoden einer umweltgerechten Landwirtschaft.
  • In Simbabwe führt terre des hommes Ernährungsprogramme für Kinder durch und gibt nährstoffhaltige Lebensmittel für Schwangere und stillende Mütter aus. Außerdem werden  landwirtschaftliche Schulungsprogramme zu resistenteren Anbaumethoden für Mais und Bohnen angeboten. In Somalia in der Provinz Galmuduq finanziert Brot für die Welt die Verteilung von Gutscheinen, die Familien gegen Wasser einlösen können. Außerdem werden in den Gemeinden Tiefbrunnen und Flachbrunnen ausgebessert oder neu gebaut. Die Einwohner sind in die Bauarbeiten an den Brunnen eingebunden: Durch sogenannte Cash-for-work-Maßnahmen erhalten sie ein Einkommen, das ihr Überleben und das ihrer Viehbestände sichert.
  • In Somaliland, das sich von Somalia unabhängig erklärt hat, finanziert die Kindernothilfe Wasser und Nahrungsmittel und deren Transport in die Dörfer im Hinterland von Burao bis an die äthiopische Grenze. Die Familien erhalten vier Kilo Datteln und Haferflocken, fünf Liter Öl und je zehn Kilogramm Reis, Mehl und Zucker. Zusätzlich werden in Grundschulen in  Hargeisa und im westlichen Gabiley Schulspeisungsprogramme bezuschusst.
  • Im Südsudan stellt die Welthungerhilfe betroffenen Bauernfamilien Getreidesaat, Gemüsesamen und Angelsets zur Verfügung. Die DAHW trägt die Kosten für einen LKW-Hilfstransport zur Versorgung eines Krankenhaus im Bundesstaat Western mit Lebensmitteln wie Reis, Bohnen, Speiseöl und Maismehl, Gasflaschen zum Kochen und Hygieneartikeln wie Matratzen, Seife und Verbandsmaterial.

Bisher hat das Bündnis Entwicklung Hilft 3,7 Millionen Euro für die Hungerkrisen gesammelt. Eine Ausweitung der Hilfe ist weiterhin notwendig. Helfen Sie mit!

IBAN: DE29 100 20 5000 100 20 5000, Stichwort: Hungerkrisen

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