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In diesen Transit- und Aufnahmeländern helfen die Bündnis-Mitglieder Menschen auf der Flucht

Die sieben Mitglieder des Bündnis Entwicklung Hilft sind weltweit aktiv. Mit ihren Partnern vor Ort leisten sie akute und langfristige Not- und Katastrophenhilfe. In mehr als 18 Ländern unterstützen sie aktuell Menschen auf der Flucht.

Brot für die Welt

Gemeinsam mit ihrer Schwesterorganisation Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Brot für die Welt die serbisch-orthodoxe Partnerorganisation „Philanthropy“. Seit August 2015 werden Flüchtlinge und Migranten in den von der serbischen Regierung ausgestatteten Erstaufnahmeeinrichtungen in Presevo und Zajecar (Serbien) mit Nahrung und Hygieneartikeln versorgt. Es können etwa 1.200 Personen mit Nahrungsmitteln und etwa 1.000 Personen mit Hygienepakten versorgt werden. Zusätzlich werden für 100 Kleinkinder Hygienepaketen bereitgestellt und 300 Babys mit warmen Jacken und Hosen sowie wasserfesten Schuhen ausgestattet. Der Erstaufnahmeeinrichtung in Zajecar werden 100 warme Decken zur Verfügung gestellt. Zusammen werden beide Lager mit insgesamt 20 Tonnen Brennmaterial beliefert. Damit ein Minimum an sanitären Standards in den überfüllten Erstaufnahmezentren gewährleistet werden kann, werden Toiletten- und Duschcontainer für die Flüchtlinge in beiden Aufnahmezentren zur Verfügung gestellt.

Auf der griechischen Insel Chios arbeiten Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit einer lokalen Organisation daran, die Situation der Flüchtlinge zu verbessern. Auf die 32.000 Einwohner von Chios kommen 7.000 seit März aufgenommene Geflüchtete. Die Organisationen stellen Duschen und sanitäre Anlagen auf  und unterstützen 1.700 Personen mit Hygieneartikeln für Frauen, Männer und Kleinkinder.

Brot für die Welt leistet außerdem Soforthilfe für syrische Flüchtlinge und Binnenvertriebene im Nordirak. Die Arbeit konzentriert sich hierbei auf die Städte Erbil, Dohuk sowie Bazyan und Bainjan in der Region Suleimaniyah.

Im Norden von Jordanien ist Brot für die Welt bei der Verbesserung der Lebensgrundlage von syrischen Flüchtlingen und den aufnehmenden Gemeinden aktiv, zum Beispiel durch die Instandsetzung von Klassenräumen oder durch die Verteilung von Hygieneartikeln.

Christoffel-Blindenmission

Der Bündnis-Partner Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. (CBM) unterstützt bereits seit Ende 2012 syrische Flüchtlinge in Jordanien, die vor dem Bürgerkrieg aus ihrem Land geflohen sind. Im Januar 2015 begann die CBM ein neues Projekt in Jordanien mit dem Partner „Al Hussein Society (AHS)“. Dieses Projekt richtet sich insbesondere an syrische Flüchtlingskinder mit Körperbehinderungen, die nicht in jordanischen Flüchtlingslagern leben, sondern in den so genannten „host communities“ – also verstreut in ganz Jordanien. Sie erhalten über den Projektpartner orthopädische Hilfsmittel wie Rollstühle, Prothesen und Krücken und werden physiotherapeutisch betreut. AHS setzt das Projekt mit Partnerzentren in den Städten Ramtha, Karak, Maan und der Hauptstadt Amman um und kann dadurch in allen Teilen des Landes syrische Flüchtlinge erreichen. Unter ihnen befindet sich eine Vielzahl von Flüchtlingen mit Behinderungen. Physische Behinderungen wie Knochenbrüche oder Amputationen kommen besonders häufig vor, da viele Syrer bei Kampfhandlungen verletzt werden.

Weiterhin arbeitet die CBM über ihre lokalen Partner auch in anderen Ländern mit Flüchtlingen als Zielgruppe, zum Beispiel mit Menschen aus Somalia und dem Südsudan in den Flüchtlingslagern Dadaab und Kakuma in Kenia. Auch dort liegt der Fokus auf Menschen mit Behinderungen.

Kindernothilfe

Die Projekte der Kindernothilfe unterstützen syrische Flüchtlinge im Libanon. Im Bereich Schutz und Bildung wird 800 Kindern in der libanesischen Gebirgsregion Chouf der Besuch von staatlichen Schulen ermöglicht. Mit den lokalen Partnerorganisationen werden aber auch die Kinder betreut, die durch starke Trauma oder Platzmangel in den Schulen nicht am Unterricht teilnehmen können. In Schutzzentren erhalten sie Unterricht sowie eine psychosoziale Betreuung. Für Transport, Schulgeld, Schuluniformen und die Therapeuten für 400 Kinder in den Schutzzentren kommt die Kindernothilfe auf.  Insgesamt erreicht die Kindernothilfe im Libanon rund 14.000 Kinder und ihre Familien.

Medico international

Seit 2013 unterstützt Medico die Initiative „Watch the Med“, die seit Oktober 2014 ein Alarmtelefon für in Seenot geratene Flüchtlinge auf dem Mittelmeer betreibt. 100 Ehrenamtliche in verschiedenen Ländern leiten die GPS-Daten, Personenzahl auf den Schiffen sowie andere Informationen an das Maritim Rescue Coordination Centre (MRCC) in Rom weiter und prüft, ob Handelsschiffe in der Nähe sind, die zur Rettung eingesetzt werden könnten.

In Griechenland und der Türkei unterstützt Medico gemeinsam mit Pro Asyl Refugee Support Teams, die besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen wie unbegleiteten Minderjährigen und Folteropfern zur Seite stehen. Die Refugee Support Teams dokumentieren Menschenrechtsverletzungen sowie illegale Push Backs, Schiffsunglücke, Todesfälle an den Grenzen und intervenieren gegen illegale Haft und Abschiebungspraktiken.

In Deutschland versuchen 33 Medibüros und Medinetze zusammen mit kooperationswilligen Ärzten und Ärztinnen, Krankenhäusern und Hebammen den betroffenen Flüchtlingen örtlich eine ausreichende menschenrechtlich basierte Gesundheitsversorgung sicherzustellen, die ihnen durch das Asylbewerberleistungsgesetz für Flüchtlinge in Deutschland mehrheitlich verhindert wird.

Im Libanon fördert Medico international die Jugendarbeit von Nashet mit jährlich rund 30.000 Euro. und aktuell weiteren 40.000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingskindern aus Syrien. Die Nashet Association im El Hilweh Camp im Libanon setzt sich für die Stärkung der palästinensischen Jugendlichen sowie syrisch-palästinensischen Flüchtlinge ein. Durch Aktivitäten soll unter anderem die Selbstorganisation von Flüchtlingen gestärkt werden.

In Ägypten wurde das El Nadeem Center for the Rehabilitation of Victims of Violence 1993 von einer kleinen Gruppe engagierter Aktivistinnen und Aktivisten zur Rehabilitierung und direkten Unterstützung von Opfern von Folter und politischer Gewalt mit psychologischer und rechtlicher Hilfe gegründet. Unter anderem ist der medico-Partner El Nadeem ein wichtiger Referenzpartner des UNHCR bei der Anerkennung von Flüchtlingen in Ägypten aufgrund von Folter in den Herkunftsländern (v.a. Sudan, Athiopien, Eritrea) und haben dabei auch die Selbstorganisation sudanesischer Flüchtlinge unterstützt.
Im Vordergrund der Arbeit des Medico-Partners ARACEM stehen die unmittelbare Soforthilfe für Abgewiesene und Transitmigrantinnen mit Unterkunft, Verpflegung, medizinischer und psychosozialer Unterstützung, sowie der Kampf gegen Xenophobie und Ausgrenzung in Mali. Fehlende Mittel und oft auch fehlende Papiere verstärken die prekäre Lebenssituation der Migranten in Mali.

Mauretanien ist vom Einwanderungsland zum Transitland für Migranten auf dem Weg nach Europa geworden, bis die Europäische Union Mauretanien dazu gebracht hat, eine Abschottungspolitik, eine Politik der Grenzschließung gegenüber dem afrikanischen Kontinent zu betreiben und somit Migranten zu blockieren. Unterstützt von der EU hat Mauretanien ein Grenzkontrollsystem sowohl auf dem Meer als auch auf dem Land in Stellung gebracht. Der Medico-Partner Association Mauritanienne des Droits de l’Homme - AMDH setzt sich für die Belange der blockierten Transmigranten ein.

Im Kontext einer repressiven Migrationspolitik und weit verbreiteten ausländerfeindlichen Einstellungen in der Gesellschaft engagieren sich die Partnerorganisationen von Medico in Südafrika für die Rechte von Migranten sowie gegen Ausländerfeindlichkeit und Gewalt. Auf verschiedenen Ebenen arbeiten die Partnerorganisationen mit Migranten sowie Südafrikanern zusammen. Einerseits leisten sie direkte Hilfe für Migranten, zum Beispiel durch psychosoziale Gesundheitsdienste. Andererseits versuchen sie, durch Sensibilisierungsmaßnahmen, Diskussionen und Präventionsarbeit kriminelle und häusliche Gewalt sowie ausländerfeindliche Einstellungen in der Gesellschaft zu verhindern.

Seit September 2010 setzt sich der Medico-Partner PHR-IL dafür ein, die israelische und internationale Aufmerksamkeit auf die Grausamkeiten zu lenken, die auf ägyptischem Territorium in einem weitgehend rechtsfreien Raum an vor allem eritreischen und sudanesischen Flüchtlingen verübt werden. Zugleich sorgt die Organisation dafür, dass Folteropfer nach ihrer Ankunft in Israel die notwendige Versorgung und Unterstützung erhalten. Hunderte Flüchtlinge und Asylsuchende haben sich seither an die Offene Klinik der Ärzte für Menschenrechte gewandt, um über ihre Erfahrungen zu sprechen, die Öffentlichkeit zu informieren oder auf die besonderen Probleme hinzuweisen, mit denen sich Sinai-Folteropfer in Israel konfrontiert sehen, aber auch um konkrete medizinische Hilfe zu erhalten.

Misereor

Im Libanon engagiert sich die Partnerorganisation "Pontifical Mission Lebanon" (PM Lebanon) für syrische Flüchtlinge. An vier Standorten in Beirut und an einem Standort an der syrischen Grenze werden syrische Kinder medizinisch versorgt und betreut. Außerdem werden ihnen Grundbildung und schulergänzende Gruppenangebote geboten. Die Partnerorganisation "The House of Light & Hope" unterstützt Kinder von Flüchtlingsfamilien in der Hauptstadt Beirut mit Mahlzeiten, Kleidung, Medikamenten und Schulmaterialien sowie mit Aktivitäten, damit die erlebten Traumata überwindet werden können.

In Jordanien unterstützt die Partnerorganisation JRS (Jesuit Refugee Service) syrische Flüchtlingsfamilien in Amman und im Grenzgebiet zu Syrien. Insgesamt werden mehr als 400 Flüchtlingsfamilien mit Lebensmittelhilfe, Decken, Mietzuschüssen und Bildungsprogrammen unterstützt.
Aufgrund von Krieg, Krankheit und Hunger sind seit 1983 unzählige Sudanesen nach Ägypten geflohen. Etwa  80 Prozent dieser sudanesischen Flüchtlinge und Asylsuchenden kommen aus dem Südsudan, aber auch die Anzahl der Flüchtlinge aus Darfur, den Nuba Mountains und Blue Nile hat aufgrund von immer wieder auftretenden gewaltsamen Konflikten und damit verbundener Not und Elend in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Auch nachdem 2011 der Südsudan seine Unabhängigkeit erlangte, bleibt die Zahl der Menschen, die aus Ägypten in den Sudan bzw. Südsudan zurückkehren, noch relativ gering. Grund ist unter anderem die Angst, in ein Land zurückzukehren, welches noch nicht endgültig befriedet und wiederaufgebaut ist.

Das zur Sacred Heart Church gehörende St. Bakhita Catholic Centre hat einen Kindergarten und eine Schule für die Flüchtlingskinder eröffnet, um ihnen Zugang zu Grundbildung zu ermöglichen und sie auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten, sei es im Exil oder nach der Rückkehr in ihr Heimatland. Daneben gibt es auch Angebote im Bereich von Gesundheitsdiensten und Erwachsenenbildung. Die direkte Zielgruppe des Projekts sind 400 sudanesische Flüchtlingskinder im schulfähigen Alter und ihre über 200 Familien. Indirekt profitieren circa 1.000 Menschen von den Projekt- und Begleitaktivitäten. Misereor fördert die Schule seit 2001.

Die handwerkliche Ausbildung der Jugendlichen aus den Flüchtlingscamps in Darfur und den Nuba-Bergen findet in einer Schule der salesiener in El Obeid statt. Sie geschieht auf den ausdrücklichen Wunsch der lokalen politischen und religiösen Führer. Sie wählen die Lehrlinge aus, die zu einem 10-monatigen Kurs nach El Obeid geschickt werden. Und sie achten auch sehr stark darauf, dass die Jugendlichen nach der Ausbildung wieder nach Darfur und in die Nuba-Berge zurückkehren, um ihren Familien beim Wiederaufbau ihrer zerstörten Dörfer zu helfen. Während der Ausbildung leben die Jugendlichen der verschiedensten Religionen zusammen und lernen einander zu respektieren. Jeder wird in der Ausübung seiner jeweiligen Religion unterstützt. Das Misereor-Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Friedensbildung in den noch immer nicht befriedeten Regionen. Die Organisation engagiert sich im Sudan auch im Bereich der Erwachsenenbildung. So sollen etwa 1.400 18 bis 30-Jährige - überwiegend Mädchen und Frauen - durch Bildungsmaßnahmen in Nord-Darfur gefördert werden.

Im Südsudan selbst versucht Miserior unter anderem einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in den fünf, von ethnischen Unruhen betroffenen Außenbezirken von Juba zu leisten. Durch die Vermittlung von Vor- und Grundschulbildung und die Schaffung kindgerechter Räume soll sich die Lebenssituation von 350 Kinder im Alter von 3 von 14 Jahren verbessern. Weiterhin sollen in den fünf Außenbirken je zwei Friedenskommitees gegründet werden. Weiterhin leistet die Organisation Soforthilfe für die notleidende Bevölkerung des Landes

In der Türkei leistet Misereor Nothilfe für circa 3.100 Personen, die in Batman und Umgebung Zuflucht gefunden haben. Täglich kommen neue Flüchtlinge hinzu. Eine Partnerorganisation von Misereor, CAPNI (Christian Aid North Iraq) steht ebenfalls mit dem Hilfskomitee in Verbindung, hat die Lage vor Ort in Batman sondierte, den Bedarf an Nothilfe bestätigt und ist der Projektträger.

Im Irak kümmert sich das Bündnismitglied unter anderem um die, vor dem IS aus dem Nordirak geflohene Bevölkerung. Beispielsweise sollen in der Diozese Erbil provisorische Klassenräume für Flüchtlingskinder aus Mossul und der Niniveh-Ebene errichtet werden. Weiterhin soll ca. 80 binnenvertriebenen Frauen durch Sprach- und Computerkurse Zugang zu berufsqualifierender Bildung ermöglicht werden. In weiteren  Projekten kümmern sich Misereor und seine Projektpartner um Soforthilfe, (Re-)integration und psychologische Betreuung der Flüchtlinge im Irak.

terre des hommes

terre des hommes unterstützt zahlreiche Flüchtlingsprojekte für Kinder in Deutschland und arbeitet in mehreren Empfangszentren auf Sizilien. In Deutschland werden durch terre des hommes 110.000 Flüchtlingskinder in Hamburg, Berlin, Brandenburg und Thüringen betreut. Die Projekte konzentrieren sich auf den Zugang der Flüchtlinge zu Schulen und Kitas. Es werden Ausbildungsplätze vermittelt, Nachhilfeunterricht gegeben und Hilfestellungen bei Kommunikations- und Motivationsproblemen gestellt. Ein weiterer Fokus ist das Begleiten von den Flüchtlingskindern zu Asylverfahren. Die minderjährigen Flüchtlinge werden durch Vormundschaften bei sozialen Anliegen und Asylverfahren unterstützt.

Auf Sizilien können 750 Flüchtlingskinder in den sicheren Räumen von terre des hommes ihre traumatisierenden Erfahrungen durch psychologische Ersthilfe verarbeiten und nach den strapazierenden Reisen versuchen zur Ruhe zu kommen.

In Jordanien arbeiten die terre des hommes Schwesterorganisationen Lausanne und Deutschland an fünf Orten für 6.540 syrische Kinder und ihre Familien. Unterstützung bei Problemen, psychosoziale Betreuung sowie die Möglichkeit in den terre des hommes-Zentren zu spielen und lernen: Die terre des hommes-Mitarbeiter unterstützen die Kinder und ihre Familien in den schwierigen Zeiten. Zudem werden die Flüchtlinge auch mit Kleidung, Medikamenten und Haushaltsgegenständen unterstützt.
Wie in Jordanien werden auch im Libanon Flüchtlinge aus Syrien unterstützt. Gemeinsam mit  den Schwesterorganisationen aus der Schweiz, Italien und den Niederlanden werden Kinder in Flüchtlingslagern im Libanon mit Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe versorgt. Des Weiteren werden verletzte und traumatisierte Kinder mit medizinischer und psychologischer Hilfe betreut.

Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe unterstützt syrische Flüchtlinge in der Türkei. In den Flüchtlingslagern hat die Welthungerhilfe ein Cash-Card System eingeführt, damit die Familien selbstbestimmt einkaufen können und Nahrungsmittelpakete nur noch in besonderen Situationen verteilt werden müssen. Die Art EC-Karte kann mit einem monatlichen Betrag aufgeladen werden. Damit auch die 80% der Kinder, die nicht in den Flüchtlingslagern leben, einen Zugang zu Bildung haben, unterstützt die Welthungerhilfe derzeit fünf Schulen in Mardin, Nusaybin und Kilis. Sie übernehmen Lehrergehälter, Transportkosten, Renovierungsarbeiten, Ausstattung und Schulmaterial. Außerdem werden zwei Gemeinschaftszentren der NGOs ASAM und MSSP für Beratung, Sprachkurse und andere Aktivitäten unterstützt.

Seit September 2014 ist die Welthungerhilfe auch im Nordirak aktiv, in der als Kurdistan Irak (KRI) benannten Region. Dort leben rund 250.000 syrische Flüchtlinge. Hinzu kommen rund 145.000 irakische Familien, die vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) geflohen und Flüchtlinge im eigenen Land sind. Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern werden Nahrungsmittel und Winterhilfepakete verteilt. Im Mittelpunkt der Hilfe steht die Herrichtung von Unterkünften sowohl in Rohbauten sowie die Instandsetzung von alten und zerstörten Häusern.  Insgesamt profitieren 2015 etwa 1 Million Menschen von den Projekten in Syrien, der Türkei und dem Nordirak.

Der militärische Konflikt zwischen der Regierung Nigerias und BokoHaram führt seit Mai 2013 zu steigenden Flüchtlingszahlen im Niger, dem ärmsten Land der Welt. In den Gebieten, die ohnehin von Dürre, Überschwemmungen und Hunger geprägt sind, werden zusätzlich hunderttausende Flüchtlinge in Gastfamilien aufgenommen.  Beide Gruppen stehen im Mittelpunkt der Hilfe. Etwa 3.000 Flüchtlings- und Gastfamilien erhalten Nahrungsmittel für drei Monate. Parallel werden neue landwirtschaftliche Flächen für 500 Familie erschlossen und Fischer erhalten Netze.

Im Südsudan gibt es seit Ende 2013 blutige Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern von Präsident Kiir und des ehemaligen Vizepräsidenten Machar mit mehreren zehntausend Todesopfern.  2,1 Millionen Menschen sind geflohen. Die Welthungerhilfe versorgt die Flüchtlinge mit Unterkünften, Lebensmitteln und Hygieneprodukten. Des Weiteren bauen die Mitarbeiter zusammen mit der Bevölkerung Deiche auf und Bäume an, damit Fluten kontrolliert werden können und die Ernten gesichert sind. Auch den Kindern wird geholfen, es werden Schulen und Zentren für kleine Kinder gebaut. Im Sudan hilft die Welthungerhilfe ebenfalls Menschen auf der Flucht.

Durch den Krieg im Südsudan fliehen viele nach Uganda. Die Menschen bekommen dort Land zugewiesen. Dieses können sie durch Saatgut von der Welthungerhilfe bewirtschaften und bekommen auch gleichzeitig Schulungen. Frauen erhalten Ziegen, damit sie Milch und Fleisch haben.
Stand 03. September 2015