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Projekte in Syrien

Die Hilfe in Syrien

10.04.2015 - „Seit 216 Tagen sind die Wasserleitungen nach Yarmouk unterbrochen“
Martin Glasenapp von medico international im Interview über aktuelle Entwicklungen in Syrien - mehr...

26.02.2015 - Soforthilfe nach Massenentführung
Mindestens 220 assyrische Christen seien in den vergangenen drei Tagen aus elf Dörfer in der Provinz Hassaka entführt worden – ein Grund mehr für das Bündnis-Mitglied Misereor, die Soforthilfe zu verstärken - mehr...

12.12.2014 - „Der fehlende politische Handlungswille der letzten Jahre ist tragisch für Syrien“
Ein Interview mit Martin Glasenapp, Nahostreferent bei medico international, zur Lage in Syrien - mehr...

21.11.2014 - Hilfe in Syrien, dem Libanon und Nordirak
Mit dem einbrechenden Winter wird dringend weitere Unterstützung der Flüchtlinge benötigt - mehr...

05.11.2014 - Wenigstens ein Dach über dem Kopf
Hilfe für Flüchtlinge in Syrien und Irak - mehr...

07.10.214 - IS-Kämpfer rücken weiter vor
Die Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze brauchen dringend Unterstützung - mehr...

21.9.2014 - 130.000 Menschen auf der Flucht aus Syrien in die Türkei
Syrische Kurden suchen in der Türkei Schutz vor der IS, allein 70.000 Menschen flohen an nur einem Tag - mehr...

2.9.2014 - Aktuelles zur Situation der Flüchtlinge im Irak und in Syrien
Die humanitäre Hilfe der Mitglieder des Bündnisses Entwicklung Hilft: gezielt, partnerschaftlich, vorausschauend - mehr...

26.8.2014 - Reisebericht Nordirak und Syrien
WhatsApp aus dem Irak: Zwei Nahost-Experten haben sich aufgemacht, die Situation der Flüchtlinge im Nordirak und in Syrien vor Ort zu begutachten - mehr...

14.8.2014 - Bündnis Entwicklung Hilft bittet um Spenden für die Menschen im Nordirak und in Syrien
Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor der IS-Miliz und brauchen Schutz und Unterstützung - mehr...

Hilfe in Syrien und für syrische Flüchtlinge

medico international

Flüchtlingsversorgung im Libanon: Mehr als 900.000 syrische Flüchtlinge haben im Nachbarland Libanon Zuflucht gefunden. Mit Förderung des Auswärtigen Amtes unterstützt medico die libanesische Hilfsorganisation AMEL bei der medizinischen Nothilfe für syrische Flüchtlinge in der nördlichen Beeka-Ebene. Im Ein-el-Hilweh-Camp ermöglicht medico außerdem der Nashet Association die Betreuung und Versorgung palästinensischer Flüchtlinge aus Syrien. Unser Partner bietet damit auch eine säkulare Alternative zur starken Präsenz islamischer Hilfswerke.

Arzneimittelversorgung in den kurdischen Gebieten Syriens: Die medizinische Versorgung wird auch in den kurdischen Gebieten immer schwieriger, da die bis zum Ausbruch des Konflikts gut funktionierende Arzneimittelindustrie Syriens vor allem im Großraum Aleppo gelegen, nahezu zum Erliegen gekommen ist. medico international stärkt die Selbstverwaltungsstrukturen in den kurdischen Gebieten, die im Hohen Kurdischen Rat in Qamishli koordiniert werden, der aus allen kurdischen Parteien zusammengesetzt ist. Diese versuchen die Binnenvertriebenen und auch die ansässige Bevölkerung zu versorgen.

Freie Schule inmitten des Bürgerkriegs: In der Stadt Erbin im Großraum Damaskus haben Aktivisten selbständig einen Schulunterricht organisiert, der den Kindern von der ersten Klasse bis zum Abitur die Gelegenheit gibt, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Dies ist umso wichtiger, da von den Golfstaaten oder der Türkei unterstützte religiöse Stiftungen ebenfalls anfangen, Bildungsangebote (Koranschulen, Kindergärten) anzubieten. Die Aktivisten wollen dem eine klare säkulare Perspektive entgegensetzen, zugleich wird darauf geachtet, dass auch die früheren Lehrinhalte vom ideologischen Ballast des Baath-Regimes und der Assad-Verehrung befreit werden.

Überlebenshilfe inmitten von Damaskus: Über 250.000 Menschen sind in innerstädtischen, von der Opposition kontrollierten Wohnvierteln in Homs, Aleppo und Damaskus seit über einem Jahr einer militärischen Belagerung ausgesetzt. Die Regierungstruppen unterbinden jeglichen Transport von Nahrungsmitteln. Scharfschützen machen jeden Versuch, in die eingeschlossenen Stadtviertel Nahrungsmittel und Medikamente zu bringen, zu einem lebensgefährlichen Unterfangen. In Damaskus unterliegt das palästinensische Flüchtlingslager Yarmouk seit mehr als 13 Monaten einer solchen nahezu durchgehenden Hunger-Blockade. Von den früheren 150.000 Einwohnern leben noch 20.000 Menschen im Lager – unter furchtbaren Bedingungen. Durch den Nahrungsmittelmangel sind mittlerweile 120 Menschen an Auszehrung gestorben. Die lokale palästinensische Jafra-Foundation ist seit Jahren in Yarmouk aktiv und schafft es immer wieder auf Umwegen kleine Lebensmittelmengen in das abgeschnittene Lager zu bringen. Der medico-Partner betreibt zudem ein Notschulprogramm, nachdem sich das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) aus Yarmouk zurückgezogen hat.

Aufklärung in Deutschland: medico geht es auch um die politische Solidarität mit der zivilen und unbewaffneten Oppositionsbewegung. medico führt auf Anfrage Veranstaltungen durch, um über seine Arbeit in Syrien zu informieren. Anfang 2012 bildete sich überdies aus deutschen und syrischen Aktivisten die Solidaritätsinitiative „Adopt a Revolution – den Syrischen Frühling unterstützen!”. medico berät die Initiative und finanzierte die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit lokaler Basiskomitees in Syrien.