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Sudan

Projektbeschreibungen und Hintergrundinformationen 

Aktuelle Meldungen

30.9.2014 - Vier Millionen Hungernde im Südsudan
Misereor bittet dringend um Spenden: "Bürgerkriegsland steht am Abgrund" - mehr...

6.8.2014 - „Sag später nicht, Du hättest nichts davon gewusst“
Mit einer Social Media-Kampagne zeigt die Welthungerhilfe, was den Menschen im Südsudan droht - mehr...

 

Projekte von Misereor im Sudan

Aktuell unterstützt MISEREOR rund um die Stadt Wau im Südsudan den Kauf und die Verteilung von Lebensmitteln wie Hirse, Linsen, Öl, Zucker und Salz. Dabei stehen stillende und schwangere Frauen und ihre Kinder im Mittelpunkt:

  • 3.000 schwangere und stillende Frauen in zehn besonders betroffenen Orten um die Stadt Wau

  • 400 vertriebene schwangere und stillende Frauen im Flüchtlingscamp Wau.

Die Soforthilfe wird vor Ort von der Diözese koordiniert. Die Helfer arbeiten unter schwierigsten und teilweise gefährlichen Bedingungen.  

Die Regierung des Sudan geht mit äußerster Brutalität gegen die Bevölkerung in der grenznahen Nuba-Region vor. Bombardierungen haben Tausende Menschen das Leben gekostet und Hunderttausende zur Flucht in den Südsudan, nach Kenia und Uganda getrieben. Von den Verbliebenen suchen viele Schutz vor den Gewalttaten der Armee und der Rebellen in den Nuba-Bergen. Insbesondere Kinder leiden an Hunger und durch Unterernährung verursachte Krankheiten.

Über die lokalen Partnerorganisationen unterstützt Misereor

  • 1.000 Haushalte in Vertriebenenlagern in der Grenzregion Abyei durch Kauf, Transport und Verteilung von Nahrungsmitteln und Baumaterialien wie Pfählen, Seilen und Plastikplanen zum Bau einfacher Zelte.

  • 30.000 Menschen - darunter viele Flüchtlinge - rund um das "Mother of Mercy"-Krankenhaus in Südkordofan durch medizinische Versorgung, Grundnahrungsmittel, Zelte, Decken und Haushaltsmittel.

Weiteres zu Projektpartnerschaften von Misereor

 

Nothilfe der Welthungerhilfe im Südsudan


Aufgrund der aktuellen Lage und den kämpferischen Auseinandersetzungen hat die Welthungerhilfe die Projekte zur Unterstützung der Rückkehrer im Süddan zurzeit ausgesetzt und konzentriert sich auf die Nothilfe für Binnenflüchtlinge.

Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Am 9. Juli 2011 stimmten 99 Prozent der Südsudanesen für die Loslösung vom Norden des Landes. Nach langem Konflikt war das Referendum die Voraussetzung für den neuen Staat. Eine eigenständige Entwicklung des ölreichen Südsudans ist nun möglich – doch die Lage im Land ist nicht sehr stabil. Die Unabhängigkeit hat die Situation in der Region zusätzlich verkompliziert.

Hunderttausende Rückkehrer die während des Bürgerkriegs von 1983 bis 2005 aus dem südsudanischen Gebiet geflohen sind, drängten – nur mit dem Nötigsten– in ihre alte Heimat, um gemeinsam den neuen Staat aufzubauen. Die Rückkehrer und auch große Teile der ansässigen Bevölkerung sind kaum in der Lage für die eigene Existenz zu sorgen. Deshalb ist der Südsudan auf Hilfe angewiesen.

Der lange Krieg hat katastrophale Auswirkungen auf die Nahrungsmittelversorgung der Menschen: Schon seit dem Frühjahr 2014 werden im Südsudan die Felder nicht mehr bestellt. Ernten können nicht eingefahren werden und die Vorräte sind schon lange aufgebraucht. So ist Hunger in den überfüllten Camps und in den Dörfern an der Tagesordnung.

Die Kriegsflüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen, ist jedoch eine logistische Herausforderung: Viele Flüchtlingslager liegen in Regionen, die nur schwer erreichbar sind. Durch die Regenzeit sind die Straßen in unpassierbare Schlammwüsten verwandelt worden. Zusätzlich kontrollieren Rebellen im Norden und rund um den Nil die noch befahrbaren Transportwege. So sind viele Familien komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Weitere Informationen zu den Maßnahmen. 

terre des hommes hilft Kindern im Sudan

Im Sudan herrscht seit 1955 fast ununterbrochen Krieg. Von 1955 bis 1972 und von 1983 bis 2005 erschütterten zwei Sezessionskriege den Südsudan, seit 2003 kommt die westsudanesische Region Darfur nicht zur Ruhe. Mindestens zwei Millionen Menschenleben forderten die Kämpfe bisher, mehr als eine halbe Million Menschen sind in die Nachbarländer geflohen, vier Millionen sind im eigenen Land auf der Flucht. Hunger, Krankheit und Tod sind ständige Begleiter. 

Obwohl es viele Auffanglager gibt, können sie die großen Zahlen von Flüchtlingen und Vertriebenen kaum aufnehmen. Mehr als die Hälfte der Menschen in den Lagern sind Kinder. Sie leiden besonders unter Armut, Krankheiten und Unterernährung und leben in ständiger Gefahr, Opfer von Überfällen und Misshandlungen zu werden.

terre des hommes ist seit 2004 mit Nothilfeprojekten im Sudan aktiv. In den Flüchtlingslagern stattet terre des hommes Kinder und ihre Familien mit Kleidung, Decken und Hygieneartikeln aus. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Kinderschutzprogramme, in denen speziell geschulte Fachkräfte traumatisierten Kindern helfen, ihre schrecklichen Erlebnisse zu verarbeiten und allmählich wieder Freude am Leben zu gewinnen.

Hilfe für bürgerkriegstraumatisierte Kinder in West-Darfur