English
Jetzt spenden und helfen

Sierra Leone

Projektbeschreibungen und Hintergrundinformationen 

Die Welthungerhilfe warnt vor einer Hungersnot

Ebola in Sierra Leone und Liberia

Seit März 2014 breitet sich die Epidemie aus. Bis Mitte August wurden laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2300 Krankheitsfälle registriert, etwa 1300 Menschen starben.

Die Epidemie wurde zum Gesundheitsnotfall erklärt, die Grenzen der betroffenen Staaten geschlossen. Am stärksten betroffen sind die Länder Sierra Leone und Liberia. Die Welthungerhilfe unterstützt in ihren Projekten die Menschen dabei, sich gegen die Krankheit zu schützen.

Das „Gespenst“ Ebola ist Wirklichkeit geworden. In Sierra Leone, wo das Virus hauptsächlich in ländlichen Gegenden grassiert, sind ganze Dörfer verlassen: Die Einwohner suchten nach Ausbruch der Krankheit das Weite. Kinder, deren Eltern an Ebola gestorben sind, bleiben unversorgt zurück – keiner kümmert sich um sie, aus Angst sich anzustecken.

Die Welthungerhilfe hat bereits in der Zeit von 1983 bis 1997 in Sierra Leone gearbeitet. Nach dem Bürgerkrieg erfolgte die Wiederaufnahme der Projektarbeit in 2004. Die Schwerpunkte der Förder-Aktivitäten liegen im Bereich der Ernährungssicherung, des Ressourcenschutzes, der Landwirtschaft sowie der Basisinfrastruktur. Regionale Schwerpunkte und Projektstandorte sind Western Area Peninsula, Kenema und Bo District sowie Kailahun und Kono Distrikt.
Die Welthungerhilfe arbeitet also in den von Ebola betroffenen Gebieten. Zurzeit befinden sich von ursprünglich elf entsandten internationalen Mitarbeitern noch drei deutsche im Verbindungsbüro in der Hauptstadt Freetown. Einige Projektaktivitäten mussten vorübergehend eingestellt, Mitarbeiter in den vorzeitigen Jahresurlaub entlassen werden. Die laufenden Projektaktivitäten werden mit einheimischem Personal durchgeführt.

In Bo, der zweitgrößten Stadt des westafrikanischen Landes unterhält die Welthungerhilfe ein Projektbüro. Dort unterstützt die Organisation derzeit die Stadtverwaltung bei weitreichenden Aufklärungskampagnen sowie bei Maßnahmen zur besseren Hygiene rund um öffentliche Gebäude.

Über alle Radiostationen werden Aufklärungsprogramme ausgestrahlt und die Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltungen erhalten Schulungen. Außerdem werden an den wichtigsten öffentlichen Gebäuden wie Moscheen und Kirchen Handwasch-Anlagen installiert. Aktuell versorgt die Welthungerhilfe 500 von der Ausgangssperre betroffene Haushalte (ca. 3.000 Personen) über einen Zeitraum von 21 Tagen mit dringend benötigten Nahrungsmitteln. 

Bürgerkrieg 

Ein Bürgerkrieg zwischen 1991 und 2002 warf das Land am Atlantischen Ozean in seiner Entwicklung um Jahrzehnte zurück. 100.000 Menschen wurden getötet, mehr als 6.000 Mädchen und Jungen als Kindersoldaten verschleppt. 

Die psychosoziale Betreuung dieser traumatisierten jungen Menschen gehört in Sierra Leone zu den wichtigsten Aufgaben der Hilfswerke im Bündnis Entwicklung Hilft. Sie helfen aber auch den Kaffee- und Kakao-Bauern des Landes – durch eine Fairtrade- und Biozertifizierung, die gerechte Preise auf den Weltmärkten zum Ziel hat. Zudem setzen sie sich dafür ein, dass die Erlöse aus dem Diamantenabbau der Bevölkerung zu Gute kommen.