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Zehn Jahre Tsunami, zehn Jahre Bündnis Entwicklung Hilft

Vor zehn Jahren brach eines der schlimmsten Unglücke über die Menschen an den Küsten Südostasiens herein.

Berlin, 22. Dezember 2014 – 230.000 Tote, mehr als 1,7 Millionen Menschen ohne Obdach, ganze Küstengebiete Asiens ausradiert: Die bis zu 40 Meter hohen Flutwellen zerstörten mit einer gnadenlosen Wucht. Der zweite Weihnachtstag 2004 bleibt für immer der Tag des verheerenden Tsunami. Wenige Tage später, am 1. Januar 2005, gründeten fünf renommierte Organisationen das Bündnis Entwicklung Hilft: Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe. Inzwischen gehören mit Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe und den beiden assoziierten Mitgliedern Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe sowie German Doctors insgesamt neun Hilfsorganisationen dem Bündnis an.

Menschen vor Ort stärken

Bei der ersten Hilfe in den Tsunami-Gebieten ging es auch gezielt darum, lokale Kräfte zu unterstützen. „In Katastrophensituationen wird die erste Hilfe von Nachbarn und lokalen Helfern geleistet. Diese Impulse zu stärken, ist wichtiger Teil unserer Nothilfe und unserer Präventionsmaßnahmen,“ sagt Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft. „Alle im Bündnis Entwicklung Hilft versammelten Hilfsorganisationen haben sich diesem Partner-Prinzip verpflichtet.“ 

2014: Zahlreiche Katastrophen zugleich

Heute besteht die große Herausforderung für das Bündnis Entwicklung Hilft darin, auf die zahlreichen Katastrophen weltweit gleichzeitig aufmerksam zu machen. Dazu gehört auch die permanente Hilfe und Berichterstattung bei lang anhaltenden Katastrophen – wie aktuell in Syrien und den umliegenden Ländern. „Eine solche Häufung von großen Katastrophen wie wir sie aktuell beobachten und bei denen wir gleichzeitig Hilfe leisten müssen, ist neu“, sagt Mucke. „Wir helfen den betroffenen Menschen weiterhin so, wie wir es bei unserer Gründung festgelegt haben: partnerschaftlich, langfristig, kompetent und politisch.“ Unter anderem mit dem jährlich aktualisierten WeltRisikoBericht werde aufgezeigt, welche Länder besonders anfällig und verwundbar sind. Mucke geht davon aus, auch durch diese Publikation „ein Stück weit präventiv und politisch wirken zu können. Wir wollen dem globalen Ungleichgewicht entgegen wirken.“

Kompetenz und Qualitätsstandards

Die Bündnis-Mitglieder verbinden zahlreiche Grundsätze und Werte bei der Hilfe. Angesichts der zunehmenden Zahl von Katastrophen geht es den Bündnis-Mitgliedern darum, ein besonderes Augenmerk auf die Vorsorge und strukturelle Prävention zu lenken. Die Stärkung lokaler Partner bedeutet außerdem: Zu bleiben, wenn das Interesse der Weltöffentlichkeit geschwunden ist. In der langfristigen Hilfe zeigen sich Solidarität und Nachhaltigkeit. 

Auf dieser Basis unterstützen die Mitglieder des Bündnis Entwicklung Hilft noch heute die vom Tsunami im Jahr 2004 betroffenen Regionen und Menschen. Und nicht nur hier. Ob nach dem schweren Erdbeben auf Haiti im Jahr 2010, nach der Flut in Pakistan 2010 oder dem Taifun Haiyan, der 2013 auf die Philippinen traf – mit den langjährigen Kenntnissen der jeweiligen regionalen Gegebenheiten setzen die Hilfswerke da an, wo Not tatsächlich gelindert werden kann. Dabei geht es auch darum, strukturelle Ursachen aufzuzeigen – wie beispielsweise die Schwächen der Gesundheitssysteme in den von Ebola betroffenen Ländern, politische Hintergründe der Flüchtlingssituation im Nordirak und in Syrien oder im Südsudan, wo eine schwere Hungersnot droht. 

Hinweise an Redaktionen: 

Weitere Informationen finden Sie auf www.entwicklung-hilft.de. 

Wir vermitteln Ihnen gerne Gesprächspartner und Interviews mit Experten aus unseren Mitgliedsorganisationen.

Für Rückfragen:

Bündnis Entwicklung Hilft
Peter Mucke, Geschäftsführer

+49-30-27877-390 

presse(at)entwicklung-hilft.de

 

Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe sowie German Doctors leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten.