English
Jetzt spenden
und helfen

Kleine Wunder

Was Spenden für Syrien verändern können

Die Geschichte des zehnjährigen Bassil rührte im November 2016 viele Zuschauer der ARD. Der Weltspiegel berichtete über den Jungen, der – wie so viele Kinder in Syrien – mit Kriegsschrott gespielt hatte. Ob es eine Handgranate war, die er und seine beiden Freunde gefunden hatten oder andere Munition, weiß keiner. Bassil sah zu, wie seine beiden Freunde neben ihm bei einer Explosion starben. Helfer brachten ihn in ein Krankenhaus in Jordanien. Ärzte amputierten ihm beide Beine, auch seine linke Hand verlor er. Sein Bruder und sein Vater starben bei einem Bombenangriff. Von der Schwester und der Mutter fehlte jede Spur, seine Tante brachte ihn zuerst in das Flüchtlingscamp Zaatari, dann kam er in die jordanische Hauptstadt Amman, in ein Zentrum der Organisation Souriyat Across Borders, die Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bietet und eng mit der Al Hussein Society zusammenarbeitet, einem Projektpartner der Christoffel-Blindenmission. Die Al Hussein Society finanzierte Bassils Rollstuhl und seine Prothesen. Auch Physiotherapie für Menschen mit Behinderungen und eine psychosoziale Beratung bietet sie an. Viele Flüchtlinge sind durch die Angriffe körperlich beeinträchtigt. Die Christoffel-Blindenmission unterstützt sie zusammen mit ihren Partnern in Jordanien.

Jordanien hat als armes Land viele Flüchtlinge aufgenommen. Um Konflikte zwischen der Bevölkerung und den Flüchtlingen zu deeskalieren, finanziert Brot für die Welt Schulungen und Fortbildungen in Gemeinden, beispielsweise in den Bereichen Hygiene und Frauenrechte. In Flüchtlingsunterkünften in Jordanien und im Libanon können Schulkinder, die lange keinen Unterricht besuchen konnten, an Nachhilfe-Kursen teilnehmen. Auch zur Grundsicherung tragen Ihre Spenden bei: Etwa 2.000 syrische Flüchtlinge bekamen Winterkleidung und Decken. Im Libanon verteilten Helfer Essen, in der Autonomen Region Kurdistan im Irak lieferten Partner Kleidung, Heizgeräte und Brennstoff an etwa 500 Familien.

Die Kindernothilfe bezahlt Flüchtlingskindern in der libanesischen Gebirgsregion Chouf das Schulgeld und kauft Schuluniformen. Etwa 800 Kinder haben so die Chance, zu einem einigermaßen geregelten Alltag zurückzufinden. Viele Schulen im Libanon sind nicht gut ausgestattet, auch in die Renovierung und den Ausbau der Klassenräume fließen Spenden. 

In Ost-Ghouta in der Nähe von Damaskus haben syrische Frauen ein Zentrum gegründet. Einen Ort, an dem sie sich treffen, austauschen, gegenseitig stützen können. Viele haben ihre Männer im Krieg verloren und müssen für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen. medico international unterstützt das Frauenzentrum. Auch Schulen in Erbin, einem Vorort von Damaskus. 

In den syrischen Städten Aleppo, Damaskus und Latakia gründeten Franziskaner und ehrenamtliche Mitarbeiter mit der finanziellen Unterstützung von Misereor mehrere Sozialzentren. Die Ordensmänner verteilen Essen, Decken, Heizmaterial und Medikamente an die Menschen. In Damaskus stellen sie Schlafplätze für 24 Männer und 35 Frauen zur Verfügung. Sie leiten einen Kindergarten und kaufen Bücher, Hefte und Stifte für Schülerinnen und Schüler. Im Orontes-Tal, im syrisch-türkischen Grenzgebiet, versorgen Helfer etwa 320 Menschen mit Essen und Wasser. Seit 2011 halfen Projektpartner von Misereor in Aleppo etwa 70.000 Menschen: Sie verteilten Lebensmittel, Wasser, boten medizinische Hilfe an und beteiligten sich an Reparaturen von Wohnraum. An anderen Orten konnten die lokalen Partner von Misereor etwa 600 Menschen helfen. Auch die maronitische Erzdiözese in Damaskus leistet Sozialarbeit und wird mit Ihren Spenden unterstützt.  

In Syrien, dem Libanon, der Autonomen Region Kurdistan und in Jordanien betreut terre des hommes Kinder, junge Erwachsene und Frauen. Die Kinder spielen, malen und basteln zusammen mit erfahrenen Pädagogen, Sozialarbeitern und Psychologen. Frauen sollen in speziellen Trainings lernen, sich besser vor psychischer und physischer Gewalt zu schützen. Partnerorganisationen von terre des hommes haben mitgeholfen, Menschen aus Aleppo in Sicherheit zu bringen. Familien, die in Flüchtlingslagern in der Umgebung von Aleppo in Notunterkünften und Zelten leben, werden mit Lebensmitteln versorgt. Bisher konnte terre des hommes schon 57.000 Lebensmittelpakete ausgeben, in den kommenden Wochen sollen weitere 16.000 Pakete verteilt werden. 

In einem Flüchtlingscamp bei Azaz in der Provinz Aleppo verteilt die Welthungerhilfe Heizmaterial für Öfen und warme Decken. In anderen Gebieten gibt sie Familien Gutscheine für Lebensmittel. Außerdem errichtete die Welthungerhilfe eine Zeltstadt für Flüchtlinge, verteilte Brot an mindestens 190.000 Menschen in Nordsyrien und an 19.000 Haushalte in Aleppo. Sie finanzierte 2.483 Kerosinöfen und 5.322 Plastikkanister für die Lagerung von Brennstoff. In der Provinz Idlib repariert die Welthungerhilfe unter anderem Wasserleitungen, damit die Menschen wieder Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.