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Haiti: Koordinierung durch die UN läuft wieder
Erste Bilanz zur Erdbeben-Nothilfe der Welthungerhilfe betont die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen
Bonn, 29.01.10 – Zweieinhalb Wochen nach dem Erdbeben in Haiti berichtet die Welthungerhilfe, dass die Vereinten Nationen ihre Koordinationsaktivitäten wieder in vollem Umfang aufgenommen haben. Jede Verteilung von Nahrungsmitteln oder anderen Hilfsgütern werde durch eine Militäreskorte der UN begleitet. Auch die Einsätze der Welthungerhilfe seien abgestimmt und gesichert.
Die Welthungerhilfe wird die Menschen auch nach der unmittelbaren Nothilfe nicht alleine lassen. Gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung beginnt sie schon jetzt, den Wiederaufbau zu gestalten. Zudem sollen „Cash for Work“-Projekte entstehen. So könnten arbeitsfähige Menschen zum Beispiel für ihren Einsatz beim Aufräumen der Trümmer in der Stadt ein kleines Einkommen bekommen. Die Menschen haben nicht nur ihr Hab und Gut, sondern auch ihre Arbeit verloren. Sie brauchen dringend wieder ein Einkommen.
Bereits vor dem Erdbeben hat die Welthungerhilfe in den ländlichen Gebieten außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince erfolgreich Projekte umgesetzt. Sie wird ihre Maßnahmen im Ressourcenschutz, der Katastrophenprävention und des Erosionsschutzes intensivieren. Außerdem werden Kleinbewässerungsanlagen und die Ausweitung der landwirtschaftlichen Produktion gefördert.
In Port-au-Prince selbst hatte die Welthungerhilfe in einer ersten Aktion Wasser an 3.000 Familien verteilt. An drei Plätzen wurden je 11.000 Liter an Menschen ausgegeben, die dort im Freien leben und schlafen. Die Verteilungen liefen sehr geordnet. Mit Eimern und Kanistern stellten sich die Menschen in langen Schlangen an. Auch ein Kinderkrankenhaus und ein Kinderheim in der Hauptstadt konnten mit Nahrungsmittelrationen versorgt werden. Sie erhielten Reis, Bohnen, Öl und Salz. Diese Lebensmittel reichen für zwei Wochen. In beiden Einrichtungen war die Welthungerhilfe eine der ersten Organisationen überhaupt, die direkte Hilfe gebracht hat. Am vergangenen Donnerstag fand eine der größten Verteilungen in Port-au-Prince durch die Welthungerhilfe statt. Etwa 6.000 Menschen haben Nahrungsmittelpakete bekommen, mit denen eine Familie zwei Wochen auskommen wird.
Dank der schnellen und guten Unterstützung durch langjährige Partnerorganisationen in der Dominikanischen Republik hat die Welthungerhilfe ihre Hilfsmittel im Nachbarland zügig beschaffen und per Lastwagen nach Haiti transportieren können. Weitere Hilfsgüter wie Kochgeschirr, Planen, Werkzeuge, Hygiene-Utensilien und zusätzliche Nahrungsmittel werden derzeit ebenfalls im Nachbarland eingekauft und nach Haiti gebracht. Bei allen Verteilungen stimmt sich die Welthungerhilfe mit anderen Hilfsorganisationen eng ab.
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