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Hilfsmaßnahmen nach den Katastrophen in Südostasien laufen auf Hochtouren
Bündnisorganisationen auf den Philippinen und in Indonesien im Einsatz
Berlin, 16. Oktober 2009 – Zwei Wochen nach den verheerenden Natur-Katastrophen in Südostasien laufen die Maßnahmen zur Not- und Wiederaufbauhilfe weiterhin auf Hochtouren. Im Folgenden ist exemplarisch die Arbeit von drei der fünf Hilfswerke im Bündnis Entwicklung Hilft beschrieben.
Philippinen: „Brot für die Welt“
Gleich in den ersten Tagen nach dem Wirbelsturm „Ketsana“ versorgte „Brot für die Welt“ in den Slums von Manila 2.000 Familien mit Nahrungsmitteln. 400 Haushalte mit Babies und Kleinkindern bekamen zusätzlich Windeln und Babynahrung. Die nächste Aufgabe ist die Verteilung von dringend benötigten Hilfsgütern an betroffene Familien in Quezon City, die in den Unwettern auch die einfachsten Haushalts-Gegenstände eingebüßt haben.
Besonders gebraucht werden Hygiene-Pakete für werdende Mütter – mit Waschlappen und Handtüchern, Seife und Reinigungsmitteln, Unterwäsche und Badeslippern. 200 Schwangere wurden bereits versorgt, weitere 440 Pakete werden noch verteilt. Die Frauen haben auch die Möglichkeit, sich bei Beschwerden ambulant medizinisch untersuchen zu lassen. Eine wichtige Leistung. Denn momentan stehen keine geregelten Gesundheitsdienste zur Verfügung.
Indonesien: Welthungerhilfe
Wichtigste Aufgabe der Welthungerhilfe-Mitarbeiter, die seit dem 2. Oktober in Padang vor Ort sind, war zunächst die Ermittlung des Hilfsbedarfs. Die Erhebungen in Zusammenarbeit mit der lokalen Partner-Organisation WALHI – Friends of the Earth Indonesia und Partnern in den Distrikten Padang Pariaman und Agam ergaben: Die Partner werden in den betroffenen ländlichen Gebieten vorrangig den Wiederaufbau der zerstörten Wohnhäuser und Unterkünfte unterstützen.
Nach Angaben des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC) und des Französischen Roten Kreuzes fehlen dafür noch zehntausende Werkzeug-Sets für die betroffene Bevölkerung. Die Welthungerhilfe verteilt daher 7.000 Werkzeug-Sets zum schnellen Wiederaufbau an die lokale Bevölkerung. Ein solches Set umfasst eine Schaufel, eine Rolle Draht, eine Säge, einen Hammer, eine Machete, zwei Kilogramm Nägel, einen Eimer, einen Meisel und drei paar Arbeitshandschuhe. Außerdem werden 1.400 Spezial-Werkzeug-Sets an jeweils fünf Familien gemeinsam verteilt – bestehend aus Schubkarre, Vorschlaghammer, Brecheisen, Metallsäge mit Ersatzblättern, Blechschere, Spitzhacke und 30 Metern Nylonseil.
Indonesien: terre des hommes
Nach der Verteilung erster Hilfsgüter wie Decken, Hygieneartikel und spezielle Nahrungsmittel für unter fünfjährige Kinder und deren Mütter konzentrieren sich die terre des hommes-Partner nun auf die medizinische Versorgung. Derzeit versorgen das errichtete Feldhospital und eine mobile Klinik mehr als 150 Patienten am Tag. Die Patienten bekommen zudem Essen aus einer dem Feldhospital angeschlossenen Küche.
Die terre des hommes-Projektpartner vor Ort haben bereits alle Medikamente verteilt, die die Weltgesundheitsorganisation WHO und die „Indonesian Doctors Alliance“ zur Verfügung gestellt hatten. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage werden weiterhin zusätzliche Medikamente benötigt.
Derzeit plant terre des hommes Aktivitäten zur psychosozialen Betreuung – zusammen mit den terre des hommes-Sektionen aus Italien, den Niederlanden und der Schweiz.
Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten.
Pressekontakt:
Bündnis Entwicklung Hilft – Pressestelle
Tel. 030 – 44 35 19 89
presse(at)entwicklung-hilft.de
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