Bündnis Entwicklung Hilft http://www.entwicklung-hilft.de/ Hier gibt es aktuelle Informationen zum Bündnis Entwicklung Hilft de_DE Bündnis Entwicklung Hilft Fri, 21 Jul 2017 02:46:44 +0200 Fri, 21 Jul 2017 02:46:44 +0200 TYPO3 EXT:news news-781 Thu, 29 Jun 2017 18:16:26 +0200 Bilanz des Spendenaufrufs des Bundespräsidenten für die Hungerkrisen http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/bilanz-des-spendenaufrufs-des-bundespraesidenten-fuer-die-hungerkrisen.html Das Bündnis Entwicklung Hilft sagt „Danke!“ Berlin, 29. Juni 2017 – Angesichts der dramatischen Hungerkrisen in Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Jemen hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 9. Juni zu Spenden für die Initiative „Gemeinsam gegen die Hungersnot“ aufgerufen. Die Initiative zahlreicher deutscher Hilfsorganisationen erhielt daraufhin Spenden in Höhe von insgesamt 10,9 Millionen Euro. Auf das Bündnis Entwicklung Hilft entfielen 1,38 Millionen Euro, die acht Bündnis-Mitglieder bekamen zusammen zusätzlich 2,84 Millionen Euro. Das Bündnis Entwicklung Hilft dankt allen Spenderinnen und Spendern.

In den vergangenen drei Jahren sind die betroffenen Regionen immer wieder von Dürreperioden heimgesucht worden. Das El-Niño-Phänomen hat das Problem verschlimmert. Felder können nicht bestellt werden, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Wegen des Wassermangels müssen die Menschen in vielen Regionen auf unsichere Wasserquellen zurückgreifen. Verunreinigtes Trinkwasser führt vermehrt zu Ausbrüchen der Cholera, einer unbehandelt tödlich verlaufenden Darmerkrankung. Da durch die ausbleibenden Ernten die Preise für Nahrungsmittel steigen, können insbesondere einkommensschwache Familien eine ausreichende Ernährung nicht mehr sicherstellen.

>> Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv.

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news-780 Mon, 19 Jun 2017 19:23:05 +0200 Naturereignisse häufiger Ursache von Binnenflucht als Gewalt und Kriege http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/naturereignisse-haeufiger-ursache-von-binnenflucht-als-gewalt-und-kriege.html Zum Weltflüchtlingstag fordert das Bündnis Entwicklung Hilft mehr Katastrophenvorsorge Berlin, 19. Juni 2017 – 24,2 Millionen Menschen mussten 2016 innerhalb ihres Landes vor plötzlich eintretenden extremen Naturereignissen wie Überschwemmungen, Wirbelstürmen oder Erdbeben flüchten. Damit haben extreme Naturereignisse 3,5-mal mehr Menschen zu Binnenflüchtlingen gemacht als Gewalt und Kriege (Global Report on Internal Displacement). 

Das Bündnis Entwicklung Hilft appelliert daher an die internationale Staatengemeinschaft, wirksame Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge zu ergreifen. „Binnenflucht, besonders vor Naturgefahren, geht in der öffentlichen Wahrnehmung oft unter“, sagt Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft. „Durch Katastrophenprävention werden Fluchtursachen wirksam bekämpft.“

Weltweit flüchten laut dem aktuellen Global Report on Internal Displacement doppelt so viele Menschen innerhalb ihres Landes wie über Ländergrenzen hinweg. Die häufigste Ursache für Flucht im eigenen Land sind dem Bericht zufolge plötzlich eintretende extreme Naturereignisse. 

Unter den zehn Ländern, die 2016 gemessen an ihrer Bevölkerungszahl den höchsten Anteil von neuen Binnenflüchtlingen aufgrund von extremen Naturereignissen verzeichneten, sind sieben Länder mit hohem oder sehr hohem Katastrophenrisiko laut dem aktuellen WeltRisikoIndex. Zu diesen Hochrisikoländern zählen unter anderem die Philippinen und Haiti (siehe Tabelle). „Wegen ihrer Entwicklungsdefizite können diese Länder extremen Naturereignissen wenig entgegensetzen“, so Peter Mucke. „Dort muss dringend die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung erhöht werden.“ 

Der WeltRisikoIndex 2016 gibt für 171 Länder das Risiko an, dass ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Der WeltRisikoIndex wird jährlich vom Bündnis Entwicklung Hilft im WeltRisikoBericht veröffentlicht. 

Land

Binnenflüchtlinge pro 100.000 Einwohner

Katastrophenrisiko laut WeltRisikoIndex 2016

Rang WeltRisikoIndex 2016

Kuba

9.500

6,13 (mittel)

90

Fiji

8.500

13,15 (sehr hoch)

16

Philippinen

5.800

26,70 (sehr hoch)

3

Tonga

2.800

29,33 (sehr hoch)

2

Sri Lanka

2.400

7,32 (hoch)

63

Ecuador

1.800

7,53 (hoch)

58

Haiti

1.700

11,68 (sehr hoch)

21

Belize

950

6,55 (mittel)

79

Myanmar

940

8,90 (hoch)

42

Israel

920

2,30 (sehr niedrig)

157


Quelle: Global Report on Internal Displacement 2017 / WeltRisikoBericht 2016

Mitgliedsorganisationen des Bündnis Entwicklung Hilft sind weltweit mit Projekten zur Katastrophenvorsorge aktiv, unter anderem auf den Philippinen, in Haiti, Ecuador und Bangladesch. Als im November 2016 Hurrikan Matthew verheerende Schäden in Haiti anrichtete und über 500 Menschen starben, stellte das Bündnis Entwicklung Hilft seinen Mitgliedsorganisationen 900.000 Euro Spendengelder für die Soforthilfe vor Ort zur Verfügung. Beim Erdbeben in Ecuador im April 2016 waren drei Mitgliedsorganisationen gemeinsam mit ihren Partnern vor Ort im Einsatz, um die Betroffenen mit dem Nötigsten zu versorgen und beim Wiederaufbau zu unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen WeltRisikoBericht: www.weltrisikobericht.de und im Global Report on Internal Displacement 2017: www.internal-displacement.org/global-report/grid2017

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news-779 Thu, 08 Jun 2017 18:35:42 +0200 Hilfe für die Dürreopfer: Überleben retten, Zukunft sichern http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/hilfe-fuer-die-duerreopfer-ueberleben-retten-zukunft-sichern.html In Ostafrika, Nigeria, Niger und dem Yemen droht eine der schlimmsten Hungerkatastrophen der vergangenen Jahrzehnte. Seit 2015 und verstärkt durch die Auswirkungen des El-Niño-Phänomens erleben viele Regionen anhaltende Dürreperioden. Infolge dieser und des chronischen Wassermangels können die Menschen ihre Felder nicht mehr bestellen, Nutztiere verenden und Ernten fallen aus. Die Menschen werden dazu gezwungen, auf unsichere Wasserquellen zurückzugreifen. Der Anstieg von Durchfallerkrankungen wie Cholera ist die Folge. Darüber hinaus führt der Anstieg der Nahrungsmittelpreise durch den Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion dazu, dass insbesondere einkommensschwache Familien sich nicht ausreichend ernähren können. In Somalia, dem Südsudan, Nigeria und dem Jemen leiden die Menschen außerdem unter anhaltenden gewaltvollen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Konfliktparteien. Staatliche Versorgungsstrukturen in den Ländern sind stark eingeschränkt oder komplett zerstört. Menschen müssen ihre Heimat verlassen, auf Suche nach Nahrung und Wasser und auf der Flucht vor Gewalt und Terror.

Die acht Bündnis-Mitglieder sind mit unterschiedlichen Hilfsmaßnahmen im Jemen, Kenia, Niger, Nigeria, Simbabwe und am Horn von Afrika aktiv. Gemeinsam mit ihren lokalen Partnerorganisationen leisten sie akute Überlebenshilfe für Mensch und Tier. Sie versorgen die Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern: Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln wie Seife. Gleichzeitig stärken die Bündnis-Mitglieder mit längerfristigen Projekten die Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber Dürreperioden.
Hier eine Auswahl der zahlreichen Hilfsmaßnahmen unserer Bündnis-Mitglieder und ihrer lokalen Partner vor Ort:


  • Im Jemen bereitet die DAHW in Aden und Umgebung die Ausgabe von 1.000 Cholera-Kits vor. Diese enthalten unter anderem Infusionen, Rehydrationssalze und Wasseraufbereitungstabletten. Die Welthungerhilfe und ihr Partner ACTED bezuschussen ein Cash-Transfer-Programm, bei dem Betroffene Bargeld erhalten, um sich dringend benötigte Nahrungsmittel und Güter schnell kaufen zu können.
  • In Kenia stellt medico international finanzielle Mittel für die Verteilung von Hilfsgütern in Regionen bereit, in denen bisher keine staatliche Hilfe angekommen ist. Zudem unterstützt medico die Arbeit zur Verankerung des Menschenrechts auf Nahrung für alle Bürger*innen in der neuen kenianischen Verfassung.
  • Im Niger unterstützt die Christoffel-Blindenmission in Flüchtlingslagern und informellen Siedlungen die Verbesserung der Wasserversorgung und den Bau von Latrinen und Duschen unter Beachtung der besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung.
  • In Nigeria bezuschusst Misereor den Bau von größeren Stau- oder Regenauffangbecken und Brunnen in Dorfgemeinschaften in den Regionen Yola und Maiduguri für einen verbesserten Zugang zu Wasser und fördert Methoden einer umweltgerechten Landwirtschaft.
  • In Simbabwe führt terre des hommes Ernährungsprogramme für Kinder durch und gibt nährstoffhaltige Lebensmittel für Schwangere und stillende Mütter aus. Außerdem werden  landwirtschaftliche Schulungsprogramme zu resistenteren Anbaumethoden für Mais und Bohnen angeboten. In Somalia in der Provinz Galmuduq finanziert Brot für die Welt die Verteilung von Gutscheinen, die Familien gegen Wasser einlösen können. Außerdem werden in den Gemeinden Tiefbrunnen und Flachbrunnen ausgebessert oder neu gebaut. Die Einwohner sind in die Bauarbeiten an den Brunnen eingebunden: Durch sogenannte Cash-for-work-Maßnahmen erhalten sie ein Einkommen, das ihr Überleben und das ihrer Viehbestände sichert.
  • In Somaliland, das sich von Somalia unabhängig erklärt hat, finanziert die Kindernothilfe Wasser und Nahrungsmittel und deren Transport in die Dörfer im Hinterland von Burao bis an die äthiopische Grenze. Die Familien erhalten vier Kilo Datteln und Haferflocken, fünf Liter Öl und je zehn Kilogramm Reis, Mehl und Zucker. Zusätzlich werden in Grundschulen in  Hargeisa und im westlichen Gabiley Schulspeisungsprogramme bezuschusst.
  • Im Südsudan stellt die Welthungerhilfe betroffenen Bauernfamilien Getreidesaat, Gemüsesamen und Angelsets zur Verfügung. Die DAHW trägt die Kosten für einen LKW-Hilfstransport zur Versorgung eines Krankenhaus im Bundesstaat Western mit Lebensmitteln wie Reis, Bohnen, Speiseöl und Maismehl, Gasflaschen zum Kochen und Hygieneartikeln wie Matratzen, Seife und Verbandsmaterial.

Bisher hat das Bündnis Entwicklung Hilft 3,7 Millionen Euro für die Hungerkrisen gesammelt. Eine Ausweitung der Hilfe ist weiterhin notwendig. Helfen Sie mit!

IBAN: DE29 100 20 5000 100 20 5000, Stichwort: Hungerkrisen

>> zur Online-Spende

Das DZI Spenden-Siegel bestätigt unsere Zuverlässigkeit. Alle Bündnismitglieder und auch das Bündnis selbst sind mit dem Spenden-Siegel ausgezeichnet. Über unsere Hilfe berichten wir transparent und zeitnah.

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news-778 Wed, 31 May 2017 14:47:56 +0200 Nachdem der Krieg das Wasser verseuchte, kommt die Cholera http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/nachdem-der-krieg-das-wasser-verseuchte-kommt-die-cholera.html Der Jemen hat mit drei Katastrophen gleichzeitig zu kämpfen: Zu Bürgerkrieg und Hungersnot kam vor wenigen Wochen ein erneuter Ausbruch der Cholera hinzu. Das Bündnis-Mitglied DAHW bereitet Nothilfemaßnahmen vor. Doch: „Der Krieg erschwert die Hilfe massiv: Die Infrastruktur ist zusammengebrochen, die Sicherheitslage schlecht“, berichtet der jemenitische DAHW-Repräsentant Dr. Yasin Al-Qubati. Tägliche Gefechte, Tausende Tote, ein Gesundheitssystem am Rande des Kollapses. Im Jemen herrscht Bürgerkrieg, der das Leben der fast 27 Millionen Einwohner bedroht. Die Bedrohung besteht jedoch nicht nur aus Bombenhagel, Schießereien und anderen Kriegshandlungen. Nach dem erneuten Ausbruch der Cholera – insbesondere der Hauptstadt Sanaa – hat die jemenitische Regierung im Mai den Notstand ausgerufen. Das Bündnis-Mitglied DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe bereitet die Verteilung von 1.000 Cholera-Kits in Aden und Umgebung vor. Darin enthalten sind unter anderem Infusionen, Rehydrationssalze und Wasseraufbereitungstabletten.



Unterdessen führt Dr. Al-Qubati das Lepra-Kontrollprogramm fort, bei dem er im gesamten Land mehr als 1.000 Lepra-Erkrankte betreut und jährlich etwa 500 Neuerkrankungen diagnostiziert.

Erst wenn die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser gewährleistet wird, ist der Kampf gegen die Cholera mehr als ein Kampf gegen ihre Symptome. Denn verunreinigtes Trinkwasser kann in Kombination mit mangelnder Hygiene zu Cholera-Epidemien führen. Ein Problem, mit dem Europa zuletzt 1892 in Hamburg zu kämpfen hatte. Genau dies geschieht aktuell im kriegsgezeichneten Jemen. Die unbehandelt sehr schnell tödlich verlaufende Seuche Cholera ist ausgebrochen und fordert täglich neue Opfer. Weit mehr als 8.600 Infektionen sind laut BBC binnen weniger Tage gemeldet worden, dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und des UNICEF zu Folge sind bereits mehr als 315 Menschen in kürzester Zeit verstorben. Die Zahl der Cholera-Toten hat sich binnen weniger Tage verdreifacht, was die Dringlichkeit des Problems verdeutlicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor der extremen Geschwindigkeit der Ausbreitung dieser Seuche. Hilfe ist eindeutig benötigt und an sich nicht schwer, da die Krankheit mit Antibiotika leicht behandelbar ist. Der Krieg erschwert die Hilfe jedoch immens.

Durch den Bürgerkrieg steht das Gesundheitssystem kurz vor dem Zusammenbruch. Krankenhäusern fehlt es an Antibiotika zur Behandlung der Infizierten und der Regierung an finanziellen Mitteln zur Beschaffung von Medikamenten. Patienten müssen teils auf der Straße vor Krankenhäusern versorgt werden, da es keinen Platz für Infizierte und Verletzte gibt. Laut CNN kommen auf ein Krankenbett drei Patienten, Tendenz steigend. Der UN zufolge haben zwei Drittel der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, was dazu führt, dass die Zahl der Neuninfektionen weiter dramatisch steigen wird. Cholera ist eine Erkrankung des Darmtraktes und wird seltener durch den Kontakt mit Infizierten übertragen, sondern in erster Linie durch Wasser, das mit Exkrementen verunreinigt ist. Verweste Lebensmittel können ebenfalls als Überträger fungieren.

Infolge von Bombardierungen ist vielerorts die Kanalisation zerstört, wodurch sich Trink- und Abwasser vermischen. Da die Regierung die Straßenreinigungskräfte seit neun Monaten nicht bezahlt, haben diese ihre Arbeit niedergelegt, was zu Unmengen von verwesenden Abfällen auf den Straßen führt. Dies verschlimmert die hygienische Situation und bietet weitere Ansteckungsherde für die Seuche. „Die Regensaison steht bevor, was unter diesen Umständen neben der Cholera auch einen flächendeckenden Ausbruch des Denguefiebers zur Folge haben kann“, erklärt Dr. Al-Qubati. Das bereits von der Cholera vollkommen überlastete Gesundheitssystem steht hilflos vor diesen Herausforderungen. Dazukommt, dass durch den Krieg eine immer größer werdende Hungerkatastrophe herrscht, die die Ausbreitung der Seuche ebenfalls unterstützt. Denn Unterernährung schwächt das Immunsystem des Menschen massiv.

Neben dem aktuellen Ausbruch der Cholera und dem befürchteten Ausbruch des Denguefiebers warnt DAHW-Repräsentant Dr. Al-Qubati aber auch vor den psychischen Folgen des Krieges: „Posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Kriegstraumata und andere psychische Erkrankungen treten in immer größeren Zahlen auf und lähmen die Bevölkerung.“
    
Zur Person:
Dr. Yasin Al-Qubati ist Experte für vernachlässigte, vorrangig armutsbedingte Erkrankungen wie Lepra und unterstützt mit seiner Arbeit die DAHW. „Menschen sind Menschen, egal wo sie leben." ist seine Maxime und entspricht auch den Zielen des Bündnis Entwicklung Hilft. Dr. Al-Qubati ist seit 1989 für die DAHW tätig, seit 2000 Repräsentant des DAHW. Al-Qubatis Arbeit stellt nicht nur durch den Umgang mit schwerkranken Patienten ein tägliches Risiko dar. Das Büro des DAHW im Jemen ist im Zuge des Bürgerkriegs beschossen worden und Al-Qubati selbst bereits das Opfer eines Mordanschlags geworden, den er nur knapp überlebte. 2015 wurde Dr. Al-Qubati mit einem Kollegen zusammen von Haozhi Rebellen entführt und als Geisel gefangen gehalten. Aber auch vor dem Ausbruch des Krieges war seine Arbeit im Jemen problematisch, da die Unterstützer der Regierung Salihs Dr. Al-Qubati und seine Kollegen immer wieder angriffen und das Gebäude der Yemen Leprosy Elimination Society besetzten. Ein 2014 errichtetes Krankenhaus wurde, bevor es überhaupt seinen Dienst aufnehmen konnte, von den Rebellen als Unterschlupf genommen, woraufhin es bombardiert wurde und erhebliche Schäden erlitt.


Claas-Lauritz Lauritzen

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