Bündnis Entwicklung Hilft http://www.entwicklung-hilft.de/ Hier gibt es aktuelle Informationen zum Bündnis Entwicklung Hilft de_DE Bündnis Entwicklung Hilft Sun, 25 Sep 2016 02:25:21 +0200 Sun, 25 Sep 2016 02:25:21 +0200 TYPO3 EXT:news news-750 Thu, 15 Sep 2016 17:36:16 +0200 Gemeinsame Verantwortung, konkrete Verpflichtungen http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/gemeinsame-verantwortung-konkrete-verpflichtungen.html Bündnis Entwicklung Hilft sieht United Nations Summit for Refugees and Migrants als große Chance

Berlin, 15. September 2016 – Um globale Maßnahmen zur Bewältigung der weltweit stark angestiegenen Flucht- und Migrationsbewegungen abzustimmen, findet am 19. September 2016 ein Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York statt. Damit aus diesem hochrangigen Treffen ein Erfolg wird, sind aus Sicht des Bündnis Entwicklung Hilft konkrete, verbindliche Beschlüsse erforderlich.

Begrüßenswert sei die Betonung des Schutzes der Menschenrechte von Geflüchteten und Migranten, der Rettung von Geflüchteten in Lebensgefahr, der Unterstützung von Aufnahmeländern und der Bekämpfung der Ausbeutung von Arbeitsmigranten, so Bündnis-Geschäftsführer Peter Mucke. „Der Gipfel bietet eine Chance, die internationale Verantwortung für Geflüchtete und Migranten gerechter zu verteilen und ihre Rechte sowie ihren Schutz wirkungsvoll zu stärken. Hierfür müssen im Rahmen des Abschlussdokuments Verpflichtungen konkret genannt werden und ein Rechenschaftssystem eingeführt werden.“

Dass zwar von Fluchtursachenbekämpfung die Rede ist, aber die Fluchtursachen ausschließlich in Herkunftsländern verortet würden, kritisiert Dr. Ramona Lenz, Referentin für Flucht und Migration beim Bündnis-Mitglied medico international: „Ohne die Verantwortung der Industrieländer bei Rohstoffausbeutung, Waffenhandel und Freihandelsabkommen zu benennen und diese als Fluchtursachen anzuerkennen, bleibt die Fluchtursachenbekämpfung unvollständiges Stückwerk.“ Sie fordert auch, Menschen, die aufgrund von Katastrophen und Klimaveränderungen ihre Heimat verlassen, den Status von Flüchtlingen zuzugestehen. Bei den weiteren Beratungen der Vereinten Nationen müsse darüber hinaus die Situation von Binnenvertriebenen eine wichtige Rolle bekommen. 

Die Mitgliedsorganisationen des Bündnis Entwicklung Hilft weisen insbesondere auf die Kinderrechte und den besseren, wirksameren Schutz von Kindern, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, hin. "Kinder auf der Flucht sind stets besonderen Gefahren ausgesetzt und immer eine extrem verletzliche Zielgruppe. Sie müssen daher intensiv in den Blick genommen und geschützt werden. Wir fordern die internationale Staatengemeinschaft auf, bestmögliche Kindesschutz-Systeme auf Fluchtrouten zu installieren", sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. "Wenn beispielsweise ein Kind während der Flucht seiner Mutter geboren wird, braucht es einen legalen Status und entsprechende Ausweispapiere."

]]> news-749 Thu, 25 Aug 2016 11:00:00 +0200 Unzureichende Infrastruktur treibt das Katastrophenrisiko in die Höhe http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/unzureichende-infrastruktur-treibt-das-katastrophenrisiko-in-die-hoehe.html WeltRisikoBericht 2016 über die Folgen möglicher extremer Naturereignisse in 171 Ländern Berlin, 25. August 2016 – Eine unzureichende Infrastruktur und nicht belastbare Logistikketten erhöhen substantiell das Risiko, dass aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird. Dies ist ein Kernergebnis des WeltRisikoBericht 2016, den das Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not e.V. und das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen in Kooperation mit der Universität Stuttgart heute in Berlin vorgestellt haben.

„Bei Hilfsmaßnahmen nach extremen Naturereignissen liegen die Herausforderungen meist auf der ‚letzten Meile‘ der Logistikkette: den Transport trotz zerstörter Straßen oder Brücken zu organisieren und bei Knappheit von zum Beispiel Wasser, Essen und Obdach eine gerechte Verteilung zu gewährleisten“, erklärt Peter Mucke, Projektleiter des WeltRisikoBerichts und Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft. „Marode Verkehrswege, unsichere Stromnetze und baufällige Gebäude behindern nicht nur die humanitäre Hilfe aus dem Ausland, sondern verzögern zudem die im Katastrophenfall entscheidende Selbsthilfe der Betroffenen.“ 

„Die internationale Gemeinschaft muss bereits vor dem Eintritt von Katastrophen mehr in den Aufbau und Ausbau von kritischer Infrastruktur investieren“, sagt Dr. Matthias Garschagen, wissenschaftlicher Leiter des Berichts und Abteilungsleiter am Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS). „Ausreichend Infrastruktur von hoher Qualität, die institutionell gut gemanagt wird, kann nicht nur die oft katastrophalen Folgen von Naturgefahren wie Überflutungen oder Stürmen verhindern, sondern sie kann auch eine entscheidende Rolle bei der Verteilung von humani-tären Hilfsgütern im Katastrophenfall spielen. Kritische Infrastruktur kann somit die Risiken von Naturgefahren für Bevölkerungen reduzieren und wirtschaftliche Verluste abfedern.“

Dr. Iris Menn, Programmdirektorin beim Bündnis-Mitglied Christoffel-Blindenmission (CBM), betont die wachsende Bedeutung der lokal organisierten humanitären Hilfe: „Akteure vor Ort, zum Beispiel zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen, sind oft am besten mit den lokalen, kulturellen Gegebenheiten vertraut und kennen die Menschen, die am dringendsten Hilfe benötigen. Sie sind die Ersten, die im Katastrophenfall aktiv werden können und sind auch dann noch da, wenn die internationalen Hilfsorganisationen schon wieder weg sind.“

Wichtiger Bestandteil des Berichts ist der WeltRisikoIndex, der von der Universität Stuttgart, Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) berechnet wurde. Der Index bewertet das Katastrophenrisiko von 171 Ländern durch eine kombinierte Analyse von Natur-gefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft. Dabei weist auch 2016 der Inselstaat Vanuatu das größte Risiko auf. Deutschland liegt auf Rang 147. „Gesellschaftliche Faktoren wie die Ernährungssituation, die medizinische Versorgung und die Regierungsführung entscheiden zum großen Teil, ob aus einem Naturereignis eine Katastrophe wird“, sagt Dr. Torsten Welle vom IREUS. „Allerdings können durch gezielte Maßnahmen die Auswirkungen von Katastrophen reduziert und aus erkannten Schwachstellen wichtige Lehren gezogen werden.“

Das zugehörige Factsheet finden sie hier

Hinweise an Redaktionen:


Für Rückfragen:

Bündnis Entwicklung Hilft – Pressestelle
Florian Brell / Lotte Kirch
Tel.: +49 (0) 30 / 27877 – 393
E-Mail: presse(at)entwicklung-hilft.de

Universität der Vereinten Nationen - Pressestelle
Janine Kandel
Tel: + 49 (0) 228 / 815 – 0219
E-Mail: kandel(at)vie.unu.edu

Universität Stuttgart, Hochschulkommunikation
Andrea Mayer-Grenu
Tel.: +49(0) 711 / 685-82176
E-Mail: hkom(at)hkom.uni-stuttgart.de


Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, German Doctors sowie Plan International leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten.

Das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) befasst sich mit Risiko- und Verwundbarkeitsaspekten menschlicher Sicherheit und den Konsequenzen komplexer Naturgefahren und des globalen Wandels.

Das Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart vertritt in Forschung und Lehre die Anliegen einer auf Risikoreduzierung, Nachhaltigkeit und Resilienz zielenden Raum- und Infrastrukturplanung.

]]>
news-748 Thu, 18 Aug 2016 17:16:09 +0200 Vorstellung des WeltRisikoBericht 2016 http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/vorstellung-des-weltrisikobericht-2016.html Am 25. August 2016 veröffentlichen Bündnis Entwicklung Hilft und das Institute for Environment and Human Security der United Nations University den WeltRisikoBericht 2016 ihm Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin. Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit laden wir Sie herzlich zur Vorstellung des WeltRisikoBericht 2016 ein.

Termin: Donnerstag, 25. August um 10.30 Uhr

Ort: VKU Forum, Invalidenstraße 91, 10115 Berlin

Als Gesprächspartner stehen Ihnen folgende Experten und Expertinnen zur Verfügung:

·         Peter Mucke, Geschäftsführer Bündnis Entwicklung Hilft und Projektleiter WeltRisikoBericht

·         Dr. Matthias Garschagen, Leiter der Forschungsabteilung für „Vulnerability Assessment, Risk Management & Adaptive Planning” am Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) und wissenschaftlicher Leiter WeltRisikoBericht

·         Dr. Iris Menn, Programmdirektorin Christoffel-Blindenmission

·         Dr. Torsten Welle, akademischer Mitarbeiter am Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) der Universität Stuttgart

 

Mit dem Schwerpunktthema Logistik und Infrastruktur zeigt der diesjährige WeltRisikoBericht auf, inwiefern Logistik und Infrastruktur mitentscheiden, ob aus einem extremen Naturereignis eine Katastrophe wird. Wichtiger Bestandteil des Berichts ist wie jedes Jahr der aktuelle WeltRisikoIndex, der das Katastrophenrisiko von 171 Ländern durch eine kombinierte Analyse von Naturgefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft berechnet.

Bitte teilen Sie uns per E-Mail an presse(at)entwicklung-hilft.de mit, wenn Sie an der Pressekonferenz teilnehmen möchten und ob Sie im Anschluss Interesse an einem persönlichen Gespräch mit den Expertinnen und Experten haben. Vielen Dank!

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Mucke
Geschäftsführer

Bündnis Entwicklung Hilft

Janine Kandel
Leitung der Kommunikationsabteilung
Universität der Vereinten Nationen

 

Hinweise an Redaktionen:                          

Sollten Sie nicht an unserer Pressekonferenz teilnehmen können, vermitteln wir Ihnen gern persönliche und telefonische Gesprächstermine unter Einhaltung der Sperrfrist mit unseren Experten und Expertinnen.

 

Für Rückfragen:

Bündnis Entwicklung Hilft – Pressestelle
Florian Brell / Lotte Kirch
Tel.: +49 (0) 30 / 27877 - 393
E-Mail: presse(at)entwicklung-hilft.de

 

Universität der Vereinten Nationen - Pressestelle
Janine Kandel
Tel: + 49 (0) 228 / 815 - 0219
E-Mail: kandel(at)vie.unu.edu

 

Universität Stuttgart - Hochschulkommunikation
Andrea Mayer-Grenu
Tel.: +49(0) 711 / 685-82176
E-Mail: hkom(at)hkom.uni-stuttgart.de

 

Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, German Doctors sowie Plan International leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten.

Das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) befasst sich mit Risiko- und Verwundbarkeitsaspekten menschlicher Sicherheit und den Konsequenzen komplexer Naturgefahren und des globalen Wandels.

Das Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung an der Universität Stuttgart vertritt in Forschung und Lehre die Anliegen einer auf Risikoreduzierung, Nachhaltigkeit und Resilienz zielenden Raum- und Infrastrukturplanung.

]]>
news-747 Thu, 14 Jul 2016 11:51:23 +0200 Die Lage im Südsudan eskaliert http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/die-lage-im-suedsudan-eskaliert.html Am Wochenende erschütterten schwere Gefechte die südsudanesische Hauptstadt Juba. Ein Wiederaufflammen des Bürgerkrieges ist nicht auszuschließen und erneut sind tausende Menschen auf der Flucht. Auch die Arbeit der Mitgliedsorganisationen des Bündnis Entwicklung Hilft ist von der extremen Lage betroffen. Nachdem bereits Ende Mai Veronika Racková, die Leiterin des von DAHW unterstützten St. Bakhita-Krankenhauses von Soldaten angeschossen wurde und im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlag sieht sich das assoziierte Bündnismitglied nun gezwungen sein Büro in Juba aufgrund der verheerenden Sicherheitslage zu schließen. Fünf Mitarbeiter koordinieren im Hauptstadtbüro des Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfswerks die landesweite Arbeit mit Lepra-Erkrankten.

Seit 43 Jahren ist DAHW bereits im Südsudan tätig und musste die Arbeit trotz aller Bürgerkriege bisher erst das zweite Mal vollständig einstellen. „Es ist zu gefährlich für das Team, zum Büro oder gar über Land in die Projekte zu fahren“, sagt Barbara Batesaki. Als Büroleiterin der DAHW in Uganda ist sie auch für die Arbeit im Südsudan verantwortlich: „Noch geht es allen Mitarbeitern gut, das soll so bleiben. Daher haben wir ihnen empfohlen, Zuhause zu bleiben, das ist derzeit der wohl sicherste Ort.“

Welthungerhilfe setzt Arbeit in anderen Landesteilen fort

Auch Bündnismitglied Welthungerhilfe musste seine Arbeit in der Hauptstadt einstellen, wird die Projekte in anderen Landesteilen jedoch fortführen. „Im Norden und Westen des Landes ist die Lage derzeit ruhig und wir können die wichtigen Nahrungsmittelverteilungen fortführen. In Juba selbst haben wir alle unsere Mitarbeiter in Sicherheit gebracht. Einige ausländische Kollegen verlassen heute oder morgen mit deutschen Militärmaschinen das Land und bleiben in Uganda bis sich die Sicherheitslage wieder beruhigt“, berichtet der Landesdirektor der Welthungerhilfe, Jonas Wiahl aus Juba. „Für das Land sind diese erneuten Kämpfe eine Katastrophe, denn die Menschen verlieren das Vertrauen in die Zukunft. Tausende flüchten wieder auf die ohnehin überfüllten UN-Stützpunkte, um dort Sicherheit und ein wenig Nahrung zu bekommen. Sie haben erneut das Wenige verloren, was sie besaßen.“ Die Organisation prüft nun, wie den betroffenen Menschen am besten geholfen werden kann.

Die Welthungerhilfe unterstützt fast 500.000 Menschen im Südsudan in vier Bundesstaaten des Landes. Dabei stehen sowohl Nahrungsmittelverteilungen für Flüchtlinge als auch landwirtschaftliche Unterstützung durch Saatgut und Beratung von Kleinbauern im Mittelpunkt der Arbeit. Um die Lebensbedingungen insgesamt zu verbessern, baut die Welthungerhilfe an Schulen und öffentlichen Plätzen Latrinen und bohrt Brunnen für sauberes Trinkwasser.

 

Misereor verspricht schnelle Hilfe

"Wir stehen in ständigem Austausch mit den beiden Ordensgemeinschaften Comboni-Missionare und Daughters of Mary Immaculate sowie verschiedenen Diözesen, deren Entwicklungs- und Hilfsprojekte wir seit vielen Jahren unterstützen", sagte Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon am Mittwoch in Aachen. "Nun geht es zuallererst darum, Bürgerinnen und Bürger, die vor den Kriegshandlungen im Südsudan geflohen sind, mit dem zum Überleben Notwendigen zu versorgen." Für diesen Zweck stellt MISEREOR 100.000 Euro zur Verfügung.

Schon vor Ausbruch der neuen bewaffneten Auseinandersetzungen waren im Südsudan 4,6 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die lokalen Partnerorganisationen des Bündnismitglieds befürchten nun, dass sich die humanitäre Lage noch einmal drastisch verschärfen werde. Um den Menschen im Südsudan weiterhin effektiv helfen zu können fordert Bröckelmann-Simon ein Waffenembargo gegen den Südsudan und eine schnelle Ausweitung der UN-Blauhelmmission um die Sicherheit der Bevölkerung und der Mitarbeiter vor Ort wieder herzustellen. Es ist wichtig, dass die mit uns kooperierenden Hilfsorganisationen gefahrlos und schnell Nahrungsmittel an die notleidende Bevölkerung verteilen können."

]]>