Bündnis Entwicklung Hilft http://www.entwicklung-hilft.de/ Hier gibt es aktuelle Informationen zum Bündnis Entwicklung Hilft de_DE Bündnis Entwicklung Hilft Mon, 27 Jun 2016 20:22:20 +0200 Mon, 27 Jun 2016 20:22:20 +0200 TYPO3 EXT:news news-745 Mon, 20 Jun 2016 16:00:00 +0200 Stellenausschreibung: Pressesprecher/in http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/stellenausschreibung-pressesprecherin.html Um unsere Anliegen wirksam in die Öffentlichkeit zu tragen, suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen Pressesprecherin/Pressesprecher Im Bündnis Entwicklung Hilft arbeiten die Organisationen Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe sowie German Doctors zusammen, um insbesondere in Katastrophen- und Krisengebieten langfristig angelegte Hilfsprojekte aufzubauen und Spenden für Menschen in Not zu sammeln. Die im Bündnis verbundenen Organisationen stärken dabei in ihrer Arbeit die lokalen Strukturen und stützen sich auf langjährige Erfahrung mit Partnern vor Ort.

Das Bündnis und seine Mitgliedsorganisationen beschäftigen sich darüber hinaus mit strukturellen Ursachen von Armut und Not. Dazu gehört auch die politische Debatte von Fragen der Entwicklungszusammenarbeit. Das Bündnis rückt die häufig menschengemachten Ursachen von humanitären Krisen in den Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Ziel ist die Stärkung der Katastrophenprävention in all ihren Facetten.


Um diese Anliegen wirksam in die Öffentlichkeit zu tragen, suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen

Pressesprecherin / Pressesprecher

Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre befristet,
der Stellenumfang beträgt 75 %, Dienstort ist Berlin.


Das Aufgabengebiet umfasst:

  • Entwicklung und Umsetzung von Kommunikationsstrategien
  • Pressesprechertätigkeit für das Bündnis Entwicklung Hilft, Ausbau und Pflege des Mediennetzwerkes, Ausbau der Medienarbeit
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Publikationen, Rechenschaftsberichten und Informationsmaterialien
  • Aufbau von Marketing-Maßnahmen zur Spendenakquise des Bündnisses
  • Weiterer Aufbau und Ausbau des Online-Auftritts und der Online-Kommunikation, auch in sozialen Netzwerken
  • Abstimmung der Öffentlichkeitsarbeit des Bündnisses mit den Mitgliedsorganisationen.

Sie erfüllen folgende Voraussetzungen:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium und/oder journalistische Ausbildung und Berufserfahrung im Journalismus oder in entsprechenden Pressestellen
  • Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und/oder der Humanitären Hilfe
  • Erfahrung im Marketing, insbesondere in digitalem Marketing und Online-Kommunikation
  • Erfahrung in der Erstellung von Publikationen und Informationsmaterialien
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit, sicherer öffentlicher Auftritt und gute Medienkontakte
  • Hohes Maß an Kreativität, Flexibilität und hohe Belastbarkeit
  • Sehr gute anwendungsorientierte EDV-Kenntnisse und sehr gute englische Sprachkenntnisse.


Die Eingruppierung erfolgt in Anlehnung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).

Ihre vollständige Bewerbung senden Sie bitte bis zum 10. Juli 2016 per E-Mail an: kontakt(at)entwicklung-hilft.de

Bündnis Entwicklung Hilft, Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin,
Tel. 030 – 278 77 390

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news-744 Mon, 20 Jun 2016 12:54:44 +0200 Zum Weltflüchtlingstag 2016 http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/zum-weltfluechtlingstag-2016.html Die Mitgliedsorganisationen des Bündnis Entwicklung Hilft finden zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni klare Worte. Weltweit sind über 60 Millionen Menschen Opfer von Flucht und Vertreibung. Kein anderes Thema beschäftigte Politik, Medien und Gesellschaft im letzten Jahr in vergleichbarem Maße. Die Situation von Geflüchteten weltweit und die Situation in Herkunfts-, Transit- Aufnahmeländern gehört seit jeher zu den Themen des Bündnis Entwicklung Hilft und seiner Mitgliedsorganisationen und gewann in den vergangen Monaten noch einmal an Priorität hinzu. Den Weltflüchtlingstag nimmt das Bündnis und seine Mitgliedsorganisationen zum Anlass für klare Worte, aber auch zum Anlass konkreter Maßnahmen.


Den Schwächsten wirksam helfen

Bündnismitglied terre des hommes fodert in seiner Erklärung anlässlich des Jahrestages ein klares Bekenntnis zu Weltoffenheit, Aufnahme und Schutz. „Das Grundrecht auf individuelle Prüfung des Asylanspruchs in Deutschland darf nicht zum Spielball politischer Interessen werden“, so Albert Recknagel, Vorstandssprecher der Organisation. „In einem Moment, in dem sich die weltweiten Flüchtlingszahlen auf einem Höchststand befinden, konzentrieren sich bei uns politische Initiativen weitgehend darauf, wie man notleidende Menschen am besten loswerden und von unseren Grenzen fernhalten kann, anstatt Gemeinsamkeit zu stärken und den Schwächsten wirksam zu helfen.“

Um ein Zeichen gegen zunehmenden Rassismus und Stimmungsmache gegen Schutzsuchende zu setzen beteiligte sich terre des hommes unter anderem am Aktionstag „Hand in Hand gegen Rassismus für Menschenrechte und Vielfalt“. Durch Demonstrationen und Menschenketten in zahlreichen deutschen Städten setzte die Initiative am 19. Juni deutschlandweit ein Zeichen gegen Fremdenhass und für Menschlichkeit, Vielfalt und Weltoffenheit. Im Trägerkreis der Initiative engagieren sich neben vielen Anderen auch die Bündnismitglieder Misereor und Brot für die Welt.


Migration braucht Wege, keine Abwehr

Zum Weltflüchtlingstag weist Misereor auf die zunehmend negative Auslegung von Migration und die damit verbundenen Folgen hin. Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent weiche die traditionell offene innerafrikanische Migrationspolitik eines europäisch geprägten Klimas der Kontrolle und Abwehr.

"Der Druck aus Brüssel in Folge der Beschlüsse des EU-Afrika-Gipfels von La Valetta im vergangenen November trägt durch seine Verknüpfung mit finanziellen Angeboten zur verschärften Migrationskontrolle dazu bei, dass die bislang offenen Reisemöglichkeiten westafrikanischer Bürgerinnen und Bürger in ihre Nachbarländer erschwert und ihre dortigen Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeiten eingeschränkt werden.“ So fasst Martin Bröckelmann-Simon, Geschäftsführer des Hilfswerks die aktuellen Entwicklungen zusammen und sieht durch die Bestrebungen der Europäischen Union Menschenrechte und Schutz von Migranten massiv bedroht. Migrationen schaffe Entwicklungsimpulse in den Herkunftsländern und brauche deshalb Wege, keine Abwehr.


Eine angemessene Berüchtsichtung von Flüchtenden mit Behinderung

Die besonderen Belange von Flüchtlingen mit Behinderungen betont Bündnismitglied Christoffel-Blindenmission. Rund 10 Prozent der Flüchtenden habe eine Beeinträchtigung und sei deshalb in besonderem Maße schutzbedürftig. CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus fordert eine angemessene Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung und erklärt „Sie leiden mehr als andere unter unzureichender medizinischer Versorgung, Hunger, Durst und mangelhafter Hygiene. Häufig liegt das daran, dass wichtige Einrichtungen wie Gesundheitszentren, Ausgabestellen für Lebensmittel oder Waschräume in Flüchtlingscamps mit Rollstuhl oder Gehhilfen nicht erreichbar sind. Das muss sich ändern.“

Die Christoffel-Blindenmission zeigt mit einem Projekt in Jordanien wie dies aussehen kann. Um die Situation der Syrischen Flüchtlinge mit Behinderung zu verbessern werden durch den CBM-Partner „Al Hussein Society“ kostenlose Rollstühle, Prothesen, Gehilfen und physiotherapeutische Betreuung bereitgestellt.


Ein Gebot der Stunde

Mit Kindesschutzschulungen für in Deutschland tätige Organisationen und Institutionen der Flüchtlingsarbeit erweitert Bündnismitglied Kindernothilfe zum Weltflüchtlingstag seine Projekte und Hilfsangebote.

Dabei sollen Helfer auf das Erkennen der Anzeichen von Kindesmisshandlung, den Umgang mit Verdachtsfällen und in der Prävention von Misshandlung geschult werden. Die Kindernothilfe fördert weltweit eine Vielzahl an Projekten, die zur Durchsetzung von Kinderrechten beitragen. Unter anderem hat sie bereits in 30 Ländern mehr als 650 Organisationen darin geschult, Kindesschutzsysteme in ihre Arbeit zu integrieren. Diese Erfahrungen sollen nun auch an Organisationen und Institutionen in Deutschland weitergegeben werden.

Erstmalig in Deutschland tätig zu sein ist für die Kindernothilfe ein Gebot der Stunde: „Bisher haben wir uns darauf konzentriert, Fluchtursachen zu bekämpfen und den Menschen in ihren Herkunftsländern ein gutes und sicheres Leben zu ermöglichen. Bei einer solchen Ausnahmesituation, wie wir sie zur Zeit erleben, fühlen wir uns jedoch verpflichtet, einen Beitrag zur Integration, Begleitung und zum Schutz von Flüchtlingskindern in Deutschland zu leisten“, so Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe.


Mehr Informationen zu den Hilfsmaßnahmen der Mitgliedsorganisationen des Bündnis Entwicklung Hilft erhalten sie im Rechenschaftsbericht „Hilfe für Flüchtlinge“


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news-743 Thu, 09 Jun 2016 16:27:40 +0200 "Sie wollten, dass wir unser altes Leben vergessen" http://www.entwicklung-hilft.de/lpages/boko-haram.html Die Terrororganisation Boko Haram entführt in Nigeria tausende Frauen und Mädchen. news-742 Mon, 23 May 2016 13:30:00 +0200 Bündnis-Mitglieder zum UN-Weltgipfel für humanitäre Hilfe http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/buendnis-mitglieder-zum-un-weltgipfel-fuer-humanitaere-hilfe.html Heute, am 23. Mail 2016, beginnt in Istanbul der erste UN-Gipfel zur humanitären Hilfe. Es kommen die Staats- und Regierungschefs aus mehr als 70 Ländern, zahlreiche Minister und Funktionäre sowie Vertreter internationaler Organisationen zusammen. Auch die Mitglieder des Bündnis Entwicklung Hilft Christoffel-Blindenmission (CBM)

Es besteht Nachholbedarf, wenn es darum geht, in Notsituationen auch Menschen mit Behinderungen zu erreichen. Dieses Problem ist eines der zentralen Themen beim ersten Weltgipfel. Mit der Unterzeichnung der „Charta zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Humanitären Hilfe“ erkennt auch die deutsche Regierung an, dass behinderte Menschen in Krisen oft vergessen werden und alle Akteure weltweit hier nachbessern müssen. Die CBM  und vier weitere Nichtregierungsorganisationen haben die Charta initiiert und heute auf dem Gipfel vorgestellt.

Dr. Rainer Brockhaus, Geschäftsführer der CBM, fordert: „Inklusion muss zu einem Qualitätsmerkmal der humanitären Hilfe werden. Erst wenn sie alle Menschen gleichermaßen berücksichtigen – auch Menschen mit Behinderungen – handeln sowohl Staaten als auch Hilfsorganisationen nach humanitären Prinzipien.“

Kindernothilfe

Es müssen die Fragen des Kindesschutzes und der Bildungsmöglichkeiten geflüchteter Kinder mit in den Fokus gerückt werden, fordert die Kindernothilfe mit Blick auf die immer längere Verweildauer von Geflüchteten in entsprechenden Lagern. Das Bündnis-Mitglied mahnt eine ganzheitliche Ausrichtung der Übergangshilfe und eine engere Verknüpfung der humanitären Hilfe mit der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit an.

„Wir begrüßen es sehr, dass sich die Weltgemeinschaft in Istanbul zusammensetzt und nach Lösungen für die dramatische n humanitären Krisensituationen sucht“, erklärt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. „Für Kinder sind der Schutz vor gewaltsamen und sexuellen Übergriffen und die Möglichkeit, Bildungsangebote wahrzunehmen, von herausragender Bedeutung“, so Weidemann weiter. „Trotzdem sind diese beiden Bereiche am schwächsten finanziert. Das muss sich rasch ändern, und der Weltgipfel bietet dazu die Möglichkeit.“

Misereor

Das Bündnis-Mitglied Misereor erwartet von dem Weltgipfel, die von Krisen und Katastrophen betroffenen Menschen stärker in den Mittelpunkt von Nothilfe und Wiederaufbau zu stellen. "Dazu müssen die Betroffenen als Hauptakteure betrachtet werden. Sie sind keine hilflosen Opfer. In den allermeisten Katastrophen helfen sie als erste den anderen Betroffenen in ihren Gemeinschaften", sagte Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel am Donnerstag in Aachen.

Misereor arbeitet vor Ort mit langjährigen Partnern, die zusammen mit der betroffenen Bevölkerung die Bedarfe und Handlungsoptionen am besten beurteilen können. "Diese Strategie gilt auch im Katastrophenfall. Nothilfe darf Selbsthilfeansätze nicht untergraben und neue Abhängigkeiten schaffen. Dank unseres Netzwerkes an Partnerorganisationen konnten wir zum Beispiel nach dem Erdbeben in Nepal schnell, umfassend und bedarfsgerecht Hilfe leisten", so Spiegel weiter. Misereor begrüße es daher, dass der Gipfel die Rolle und die Potentiale der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.

terre des hommes

Das Kinderhilfswerk terre des hommes betont die Notwendigkeit, das System der Humanitären Hilfe zu überdenken und zu dezentralisieren. „Humanitäre Hilfe ist stets mehr als das klassische Hilfspaket. Genau wie in unserer langfristigen Programmarbeit müssen wir Humanitäre Hilfe immer mehr als politische Intervention zur Sicherung der Rechte und der Würde von Menschen verstehen“, sagt Albert Recknagel, Vorstandssprecher von terre des hommes.

terre des hommes fordert, dass einheimische Organisationen gestärkt und bei der Bewältigung von Katastrophen als gleichwertige Partner anerkannt werden. Sie müssen stärker bei der Koordination der Humanitären Hilfe miteinbezogen werden, und ihr Zugang zu Geldern muss erleichtert werden. Vor allem für Frauen und Kinder, die in den meisten Fällen besonders unter Katastrophen leiden, muss eine zeitnahe Mitsprache darüber eingeräumt werden, welche Hilfsmaßnahmen geleistet werden sollen.

Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe betont, dass die bisherige Trennung von humanitärer Hilfe und langfristiger Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr den Anforderungen gerecht wird. Dazu gehört auch, dass die nationalen und lokalen Systeme und Organisationen gestärkt und  intensiver in die Abstimmung der internationalen Akteure eingebunden werden müssen.

„Um die Risiken und Verwundbarkeiten der Menschen in Notsituationen zu verringern, brauchen wir das gemeinsame Engagement vieler Partner“, betont Dr. Till Wahnbaeck, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe. Wahnbaeck wird beim Humanitären Gipfel auf einem Panel zum Thema Klimaversicherungen sprechen.

Weitere Informationen zum Weltgipfel

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