Bündnis Entwicklung Hilft http://www.entwicklung-hilft.de/ Hier gibt es aktuelle Informationen zum Bündnis Entwicklung Hilft de_DE Bündnis Entwicklung Hilft Thu, 23 Mar 2017 03:13:08 +0100 Thu, 23 Mar 2017 03:13:08 +0100 TYPO3 EXT:news news-769 Fri, 17 Mar 2017 19:33:11 +0100 Dürre und Gewalt – Ostafrika steht vor der größten Hungersnot seit 60 Jahren http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/duerre-gewalt-tod-in-ostafrika-wuetet-die-schlimmsten-hungersnot-seit-60-jahren.html In den Ländern am Horn von Afrika leiden nach Angaben der Vereinten Nationen ca. 22 Millionen Menschen akut an Hunger und Wasserknappheit. Besonders schlimm ist die Lage in Somalia, dem Südsudan und Simbabwe. Aber auch in Kenia und Äthiopien spitzt sich die Situation dramatisch zu. Das Bündnis Entwicklung Hilft engagiert sich umfangreich in Ostafrika, dies geschieht stets in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Vor Ort unterstützen die Bündnis-Organisationen die Bevölkerung mit Nothilfemaßnahmen, meist Nahrungsmittelhilfen und Wasserversorgung, aber auch durch medizinische Hilfe und Hygienemaßnahmen, um die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Lepra zu verhindern.

Misereor

In drei Ländern Ostafrikas leistet Misereor gegenwärtig Nothilfe. In Kenia werden 1.400 Haushalte mit Trinkwasser versorgt, erhalten Diesel und Ersatzteile zum Betrieb von Wasserpumpen sowie Nahrungsmittel. Kooperationspartner vor Ort ist die Diözese Masarbit. In der Diözese Lodwar werden 5.500 Kinder an 15 Schulen mit Nahrungsmitteln versorgt. In die Projekte fließen jeweils 100.000 Euro.

Im Südsudan kümmern sich örtliche Partner von Misereor in vier Regionen, darunter auch die Hauptstadt Juba, um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Decken und Kleidung. Derzeit stehen dafür 340.000 Euro zur Verfügung.

In Äthiopien werden etwa 2.500 Haushalte mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln sowie mit Futter für vom Hungertod bedrohte Tiere versorgt. Hier steht die extrem trockene „Dawa Zone“ im Fokus.  254.000 Euro konnte Misereor seinem lokalen Partner Idurus zur Verfügung stellen, was aber keinesfalls ausreichen wird. 

Mehr Informationen auf der Website von Misereor

 

CBM – Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

Die CBM engagiert sich aktuell in Äthiopien und Simbabwe. In Äthiopien sind, vornehmlich aufgrund der verzögerten Regenzeit und der dadurch bedingten Ernteausfälle, ca. zehn Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Mit ihrem lokalen Partner, der Organisation für Rehabilitation und Entwicklung in der Amhara-Region (ORDA), ermöglicht die CBM unter anderem die Schulspeisung von beinahe 24.000 Kindern und versorgt fast 14.000 Haushalte mit Saatgut. Außerdem wurden Wasserstellen für 6.000 Menschen instand gesetzt oder neu gebaut. 

In Simbabwe, einem Land, das schon seit Jahren mit den Folgen der Dürre kämpft, engagieren sich die CBM und ihr lokaler Partner vor allem für Menschen mit Behinderungen. Familien mit behinderten Angehörigen werden mit Nahrungsmitteln und Kinder mit Schulspeisungen versorgt. Zusätzlich verteilt der Projektpartner Kleinvieh an bedürftige Haushalte, richtet kommunale Gärten ein und bohrt Brunnen, die auch während der Trockenzeit nicht versiegen.

Mehr Informationen auf der Website der CBM

 

DAHW – Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. 

Eines der am schlimmsten von der Dürre betroffenen Länder ist der Südsudan. Wegen des andauernden Bürgerkrieges konnten viele Felder nicht bestellt werden, Ernten fielen aus. Die große Zahl von Binnenflüchtlingen erschwert die Situation zusätzlich und auch Hygienemaßnahmen können nur unzureichend umgesetzt werden. Die DAHW, die sich seit Jahren in Kooperation mit lokalen Partnern im Südsudan engagiert, schätzt, dass gegenwärtig etwa 5.000 Menschen an Lepra und weitere 50.000 Menschen an Tuberkulose erkrankt sind. Viele von ihnen leben in Regionen, die durch den Bürgerkrieg von der Versorgung abgeschnitten sind. Für diese Ärmsten und Schwächsten wird die DAHW als eine erste Notmaßnahme 100.000 Euro zur Verfügung stellen. Auch die medizinische Arbeit soll ausgeweitet werden, damit die Menschen nicht nur satt, sondern auch gesund werden.

Mehr Informationen auf der Facebook-Seite von DAHW

 

Kindernothilfe

Die Kindernothilfe vermeldete Anfang März, dass in Somalia bereits Menschen durch die aktuelle Notlage verhungert seien, darunter auch Kinder. Viele sind durch Unterernährung so sehr geschwächt, dass selbst Durchfallerkrankungen lebensbedrohlich werden können. Auch wenn sie überleben, leiden die Kinder in späteren Jahren körperlich und geistig an den Folgen der Mangelernährung. Die Kindernothilfe setzt daher, gemeinsam mit ihrem lokalen Partner Candlelight, als erste Maßnahme 10.000 Euro ein, um in Somaliland, dem nördlichen Teil Somalias, altersgerechte Nahrung, sauberes Wasser und Hygienemaßnahmen zu organisieren.

Mehr Informationen auf der Website der Kindernothilfe

 

medico international

Auch medico international engagiert sich in Somalia. Gemeinsam mit der „Nomadic Association for Peace and Development“ (NAPAD) leistet die Bündnis-Organisation Wasser- und Nahrungsmittelhilfe und unterstützt so jene Menschen, die aufgrund von Dürre oder Krieg vom Hungertod bedroht sind. Im Fokus steht dabei die Region Gedo im Südwesten des Landes.

In Kenia sind vor allem Gemeinden im Osten, in den Landesteilen „Garissa“ und „Tana River“ auf Nothilfe angewiesen. Zusammen mit der kenianischen Gesundheitsorganisation Kaplet verteilt medico international dort Nahrungsmittel und achtet darauf, jene Teile der Bevölkerung zu erreichen, die bisher von der Notversorgung abgeschnitten waren.

Mehr Informationen auf der Website von medico international

 

Welthungerhilfe

Die Welthungerhilfe ist in mehreren Ländern Ostafrikas aktiv, unter anderem in Äthiopien, Kenia, Somaliland und dem Südsudan.

In Äthiopien befasst sich die Bündnis-Organisation vor allem mit Wassermanagement, der Vermittlung von Wissen über Anbaumethoden und Viehhaltung sowie mit der Verbesserung von Hygienemaßnahmen. In Kenia wird daran gearbeitet, die Bevölkerung mit Nahrung und Lebensmitteln zu versorgen und den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern, insbesondere Cholera. Alle Projekte werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern durchgeführt. Insgesamt kommt die Unterstützung in Äthiopien und Kenia mehr als 800.000 Menschen zugute. 

In Somaliland, wo vor allem Binnenflüchtlinge auf internationale Hilfe angewiesen sind, unterstützt die Welthungerhilfe gegenwärtig etwa 35.000 Menschen mit Wasser und Nahrungsmitteln. Auch 12.000 Nutztiere werden veterinärmedizinisch versorgt.

Mehr Informationen auf der Website der Welthungerhilfe

 

Um die Soforthilfemaßnahmen gegen den Hunger-Notstand auszuweiten, bittet das Bündnis Entwicklung Hilft dringend um Unterstützung:

IBAN: DE29 100 20 5000 100 20 5000, Stichwort: Hungerkrisen

https://spenden.entwicklung-hilft.de

Das DZI Spenden-Siegel bestätigt unsere Zuverlässigkeit. Alle Bündnismitglieder und auch das Bündnis selbst sind mit dem Spenden-Siegel ausgezeichnet. Über unsere Hilfe berichten wir transparent und zeitnah.

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news-768 Tue, 14 Mar 2017 19:33:04 +0100 „Eine so schlimme Dürre haben die Menschen hier noch nie erlebt“ http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/eine-so-schlimme-duerre-haben-die-menschen-hier-noch-nie-erlebt.html Drohende Hungersnot in Somaliland: Ein Interview mit Angelika Böhling, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Bündnis Entwicklung Hilft und Pressesprecherin der Kindernothilfe

Sie sind gerade aus der autonomen Republik Somaliland zurückgekehrt. Wie ist die Lage aktuell?
Die Lage ist sehr angespannt. Die Menschen stehen kurz vor einer regelrechten Hungersnot. Ich bin in der Region Togdheer gewesen. Alle Menschen, mit denen wir dort gesprochen haben, haben übereinstimmend gesagt: So eine schlimme Dürre haben wir noch nie erlebt. Zum Glück wurden in der Region noch keine Todesopfer gemeldet, aber besonders die Kinder sind sichtlich angeschlagen. In den zweieinhalb Monaten dieses Jahres  wurden bereits fast so viele Mädchen und Jungen mit einem besorgniserregenden Gesundheitszustand registriert wie im gesamten letzten Jahr. Die Lage ist insgesamt sehr ernst. Weite Regionen des Landes sind auf die Wasserversorgung durch Lastwagen angewiesen. Die Wasserzisternen in den Dörfern sind alle leer, da es seit zwei Jahren nicht geregnet hat. Dadurch sind auch die Ernten ausgeblieben. Das Vieh, das 65 bis 70 Prozent der Menschen als Lebensgrundlage dient, liegt vielerorts verendet am Straßenrand. Die Menschen machen sich daher aus den ländlichen Gebieten auf den Weg in die größeren Städte.

War diese Situation absehbar?
Es ist ein schleichender Prozess. Unsere Partnerorganisation in Somaliland hat schon im letzten Jahr erste Warnzeichen gegeben und um Unterstützung gebeten. Akut geworden ist es erst, als die Regierung kürzlich den Notstand ausgerufen hat. Ein Problem besteht darin, dass Somaliland seit der Erklärung seiner Unabhängigkeit von Somalia 1991 völkerrechtlich nicht anerkannt ist und dadurch keine eigene Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft bekommt. Die somalische Regierung gibt zwar einen Teil der Hilfsgelder an Somaliland weiter, doch das reicht bei weitem nicht aus. Somalia und Somaliland sind gleichermaßen von der Dürre betroffen.

Wie konnte es zu dieser schweren Hungersnot kommen? Gibt es neben der Dürre noch andere Ursachen?
In Somalia wie in anderen afrikanischen Ländern spielt sicher auch die politische Instabilität eine große Rolle bei der Entstehung des Hungers. Somaliland ist im Vergleich zu Somalia, das durch einen jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichnet ist, aber ein weitgehend stabiler Staat. In Somaliland ist die Hungerkrise überwiegend auf den Klimawandel zurückzuführen. Die Regierung selbst hat seit November 2016 zwei Millionen US-Dollar in die humanitäre Hilfe gesteckt und zusätzlich um internationale Hilfe gebeten. Doch durch die fehlende internationale Anerkennung kann sich Somaliland schlecht Gehör verschaffen. Ansonsten wäre Hilfe von außen vielleicht schneller angekommen. Nun ist viel zu viel Zeit verstrichen. Es kommt jetzt auf die nächsten Tage an, nicht auf Wochen oder Monate.

Kinder und schwangere Frauen leiden am meisten unter der Dürre in Somaliland. Copyrights: Angelika Böhling, Kindernothilfe

Einen Eindruck von den Hilfsbedarfen und -maßnahmen gibt der Beitrag in der Tagesschau von Minute 11:05 bis 12:58:
www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-18789.html

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Sie haben gerade eine Kurzstudie zur Peacekeeping-Mission im Südsudan veröffentlicht. Wie beurteilen Sie die aktuelle Situation?

Dönges: Seit dem erneuten Kriegsausbruch in der Hauptstadt Juba im Juli 2016 hat sich die Sicherheitssituation und die humanitäre Lage deutlich verschlechtert. Konflikte und Kampfhandlungen außerhalb von Juba nehmen zu, die Situation für Zivilisten verschärft sich weiter. Bewaffnete Gruppen, unter ihnen auch die Regierungsarmee, töten und vergewaltigen Zivilisten entlang ethnischer Trennlinien. Die Vereinten Nationen, die Afrikanische Union und Menschenrechtsorganisationen haben der Regierung Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachgewiesen – dies macht mehr als deutlich, dass sie ihre Aufgaben nicht erfüllt. 

Ende Februar haben die Vereinten Nationen den Hungernotstand im Südsudan ausgerufen. Wie hängen Hunger und Bürgerkrieg zusammen?

Dönges: Der Südsudan ist an sich ein sehr fruchtbares Land. Es gibt also keine natürliche Ursache für die Nahrungsmittelknappheit. Allerdings können Bauern wegen der andauernden Kriegshandlungen und Vertreibungen ihre Äcker nicht mehr bestellen. Viele Menschen fliehen, entweder in Nachbarländer oder innerhalb des Südsudan. Etwa 200.000 Menschen suchen Schutz auf „Protection of civilians sites“ der Friedensmission der Vereinten Nationen. Manche retten sich vor dem Krieg in Sumpfgebiete, wo sie zwar sicherer vor Soldaten sind, in denen sich aber kein Ackerbau betreiben lässt. Unter Ernährungsunsicherheit leidet die gesamte Zivilbevölkerung. Die Hungersnot betrifft derzeit knapp die Hälfte der Bevölkerung, quer durch alle ethnischen Gruppen, mit steigender Tendenz. Schon im Juni 2016, vor dem erneuten Kriegsausbruch, war die Ernährungssituation dramatisch. Unterernährung macht gerade Kinder noch viel anfälliger für Krankheiten. Es wächst im Südsudan derzeit eine Generation auf, deren Leben von Hunger und Krieg geprägt ist.

Was können Hilfsorganisationen in dieser Situation leisten?

Dönges: Humanitäres Engagement vor Ort, zum Beispiel durch die Lieferung von Hilfspaketen, ist nach wie vor wichtig. Humanitäre Akteure sollten sich gemeinsam dafür einsetzen, Zugang zu allen Teilen der betroffenen Bevölkerung zu erhalten. Gerade außerhalb der Hauptstadt Juba ist die Arbeit für lokale wie für internationale Kräfte sehr schwierig, und die Regierung blockiert Hilfsleistungen zu Menschen, die nicht durch die Regierungstruppen kontrolliert oder als loyal empfunden werden. Entwicklungszusammenarbeit mit der Regierung ist auch problematisch, da diese nicht in Ernährung, Infrastruktur oder Bildung investiert, sondern in Kriegsführung. 

Wie schätzen Sie die Chancen für eine Entspannung des Konflikts ein?

Dönges: Konfliktlösungsstrategien im Südsudan erfordern einen langen Atem. Kurzfristig kann sich die Lage durchaus noch weiter verschlechtern. Eine Chance ist sicherlich die aktuell gestiegene weltweite Aufmerksamkeit für das Kriegsgeschehen im Südsudan. Ziel muss es zunächst sein, die Gewalt zu reduzieren. Daher halte ich ein Waffenembargo für sinnvoll. Wichtig ist es außerdem, legitime zivile Akteure im Land wie Kirchenvertreter, Richter und Journalisten zu stärken. Das gestaltet sich allerdings schwierig, da sie von den Regierungstruppen eingeschüchtert und laut Menschenrechtsorganisationen zum Teil auch verschleppt werden. Erschwerend für den Friedensprozess kommt hinzu, dass alle Entwicklungsindikatoren für den Südsudan sehr niedrig sind. So sind zum Beispiel die Analphabetenrate und die Kindersterblichkeit hoch. 

Hannah Dönges ist Forscherin am Centre on Conflict, Development and Peacebuilding (CCDP) des Graduate Institute in Genf und derzeit Gast in der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Schwerpunkt ihrer Forschung: Der Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten am Beispiel des Südsudan.

Zu ihrer aktuellen Kurzstudie „Peacekeeping am Limit“

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news-766 Thu, 23 Feb 2017 13:51:13 +0100 Der Hunger bleibt. Wir müssen unsere Hilfe ausweiten. http://www.entwicklung-hilft.de/news-detail-view/der-hunger-bleibt-wir-muessen-unsere-hilfe-ausweiten.html Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungerkatastrophe im Jemen, in Nigeria, in Somalia und im Südsudan. Für Teile des Südsudans haben sie bereits einen Hunger-Notstand ausgerufen. Es ist seit sechs Jahren das erste Mal, dass die Vereinten Nationen wieder zu dieser Maßnahme greifen. Nach Schätzungen von UN-Behörden droht allein im Südsudan 100.000 Menschen der Hungertod. Weitere eine Millionen Menschen sind dort akut gefährdet.

Auch im Nordosten Nigerias, dem Jemen und am Horn von Afrika sind Millionen Menschen betroffen. In Äthiopien, Kenia und Somalia leiden über 11 Millionen Menschen unter den Folgen einer wiederholt schweren Dürre. Hunderttausende Kinder leiden an Mangelernährung. Nach der Dürre in Folge von El Nino in 2015 und 2016 ist es das zweite Jahr in Folge mit zu wenig Regen. Die Ernten sind ausgefallen, das Weideland für die Tiere ist verödet, Felder sind verdorrt und es fehlt an Saatgut für den Anbau. Tausende Nutztiere, vor allem Kühe, sind bereits verendet oder stark abgemagert. Für viele Menschen ist damit ihre Lebensgrundlage in akuter Gefahr. Nun hoffen die Menschen auf die nächste Regenzeit ab April.

Um die Menschen zu unterstützen, sind die Bündnis-Organisationen und ihre Partnerorganisationen seit Jahren in den betroffenen Regionen tätig. Langfristige Projekte der Bündnis-Organisationen tragen dazu bei, die Gemeinden widerstandsfähiger und unabhängiger von den Dürreperioden werden zu lassen. In Ergänzung zur Schaffung von alternativen Einkommensquellen gibt es Schulungen zu Anbaumethoden, Futter und Viehhaltung. Mit gezielten Projekten wird der Zugang zu und das Management von Wasser und Sanitäranlagen verbessert. Mit neuen Bewässerungsmaßnahmen sollen die Ernten stabilisiert werden.

Ergänzend zur längerfristigen Hilfe stehen nun die Soforthilfemaßnahmen für die betroffenen Menschen im Vordergrund. Die Bündnis-Organisationen und ihre Partner versorgen die Menschen mit Lebensmitteln und Wasser und verteilen Ergänzungsnahrung für Säuglinge und Kleinkinder. Außerdem wird Futter für vom Hungertod bedrohte Nutztiere zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Krankenhäuser unterstützt und Schulspeisungen gefördert.

Um die Soforthilfemaßnahmen gegen den Hunger-Notstand auszuweiten, bittet das Bündnis Entwicklung Hilft dringend um Unterstützung:

IBAN: DE29 100 20 5000 100 20 5000, Stichwort: Hungerkrisen

https://spenden.entwicklung-hilft.de

Das DZI Spenden-Siegel bestätigt unsere Zuverlässigkeit. Alle Bündnismitglieder und auch das Bündnis selbst sind mit dem Spenden-Siegel ausgezeichnet. Über unsere Hilfe berichten wir transparent und zeitnah. 

  

  

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