Dadaab – die globale Metapher für Katastrophe |und Aufbruch

Analyse zur Lage in Ostafrika von Prof. Rainer Tetzlaff

Berlin/Bremen, 2. August 2011 – Wir hören und sehen es täglich: Millionen von Afrikanern hungern am Horn von Afrika (in Somalia, Kenia, Äthiopien, Sudan) und viele Tausende sind bereits an den Folgen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren gestorben. Seit zwei Wochen berichten die Medien weltweit von dieser Katastrophe – oftmals einfühlsam, mit starken aufrüttelnden Worten, berechtigte Schuldzuweisungen adressierend, in stiller Wut und eingestandener Ohnmacht. Die humane Katastrophe – obwohl nicht überraschend vom Himmel gefallen – übersteigt in ihrer aufklärungsbedürftigen Kolossalität unser Fassungsvermögen. Sie ist primär von Menschen in einer global vernetzten Welt verursacht, aber gestorben wird lokal.

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Ein tödliches Kontinuum

Misereor-Refernt Benjamin Luig kommentiert die politischen Hintergründe der Hungerkrise in Ostafrika

Berlin/Aachen, 24. Juli 2011 – Die Hilfsmaschinerie muss endlich anspringen: Am kommenden Montag wird in Rom ein UN-Sondertreffen der Agrarminister zur Hungersnot in Ostafrika stattfinden. Es geht um Finanzzusagen, die Tag für Tag über Tausende von Menschenleben entscheiden werden. Das Treffen kommt viel zu spät, denn eine Dürre ist weder mit einem Erdbeben zu vergleichen noch mit einem Tsunami.

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