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27.10.2005

Die Lage der Überlebenden wird immer|verzweifelter

Hilfswerke zeigen sich alarmiert von der unzureichenden Versorgung der Erdbebenopfer – „Der Winter kann eine weitere Katastrophe bringen“

Die Lage der Überlebenden in den pakistanischen Erdbebengebieten wird immer verzweifelter. Nach wie vor fehlt es an ausreichender medizinischer Versorgung. Überall sind Menschen anzutreffen, deren Wunden bislang nicht oder nur unzureichend behandelt werden konnten. „Dazu kommt bald wieder der heftige Regen und danach der Schnee. Die wenigen Zelte werden den Wassermassen nicht standhalten und erst recht nicht dem Schnee, berichtet Hermann Rupp von Misereor, der sich zur Zeit in der Umgebung von Muzaffarabad aufhält.

„Die Stadt Muzaffarabad ist größtenteils dem Erdboden gleichgemacht. Hier haben  sich dramatische Szenen abgespielt. Unter den Trümmern liegen noch immer Tote, die bislang nicht geborgen werden konnten. Die Überlebenden wachen langsam aus ihrem Schockzustand auf“, berichtete Rupp in einem Telefonat nach Deutschland. Rupp warnte vor einer Verschärfung der humanitären Situation: „Wenn es nicht bald gelingt, die Menschen hier mit winterfesten Unterkünften, winterfesten Zelten, Decken und warmer Kleidung zu versorgen, müssen wir während der bevorstehenden Wintermonate mit noch mehr Opfern rechnen.“

Rupps Organisation Misereor hat sich mit „Brot für die Welt“, der Deutschen Welthungerhilfe, medico international und terre des hommes zum Bündnis „Gemeinsam für Menschen in Not – Entwicklung hilft!“ zusammengeschlossenen. Sie sind zusammen mit lokalen Partnerorganisationen im Erdbebengebiet tätig. Mit diesen Organisationen bestand bereits vor der Katastrophe eine langjährige Zusammenarbeit im Rahmen von Entwicklungsprojekten, die nach dem Ende der akuten Nothilfe auch beim Wiederaufbau fortgesetzt werden soll.

Die Hilfswerke zeigen sich alarmiert von der bisher völlig unzureichenden Versorgung der Erdbebenopfer. Gemeinsam appellieren sie an die Staatengemeinschaft, ihre finanzielle Hilfe ohne „Wenn und Aber“ aufzustocken: „Den Überlebenden in Pakistan schwinden die Kräfte. Noch besteht die Möglichkeit eine weitere Katastrophe zu verhindern, wenn vor dem herannahenden Winter genügend Hilfsgüter in die zerstörten Dörfer und Städte gebracht werden.“

Spendenkonto 51 51,
Bank für Sozialwirtschaft,
BLZ 370 205 00,
Stichwort „Erdbeben Asien“