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06.07.2010

Professionelle Unterstützung der landwirtschaftlichen|Produktion

Misereor und Welthungerhilfe setzen Hilfe in Kirgistan fort

Aachen/Bonn, 6. Juli 2010 – Die Bündnis-Mitglieder Welthungerhilfe und Misereor engagieren sich weiterhin in Kirgistan. Zwar hat sich die Lage nach dem erfolgreichen Referendum zur Verfassungsänderung am 27. Juni entspannt, doch ist das Land auf professionelle Unterstützung zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion angewiesen. Anders kann die Ernährung der Bevölkerung langfristig nicht gesichert werden.

Gemeinsam mit der lokalen Organisation Agro Foundation for Development (AFD) unterstützt die Welthungerhilfe mehr als 2.000 Bauern in den Provinzen Osh, Batken und Jalal-Abad beim Aufbau landwirtschaftlicher Kooperativen, die gemeinsam Saatgut für den Anbau von Kartoffeln züchten.

Die Welthungerhilfe versucht, diese Hilfe mit Projekten zur Versöhnung von Kirgisen und Usbeken zu verbinden. „Damit engagieren wir uns für eine bessere Zukunft des Landes“, erklärt Daniel Bronkal, der Regionalkoordinator der Welthungerhilfe für Zentralasien.

Um die akute Not zu lindern, wird die Welthungerhilfe die Menschen in Kirgistan auch weiterhin unterstützen. In den kommenden Tagen werden Milchpulver, Gries und Decken für Familien mit Kindern in zwei Stadtbezirken von Osh verteilt – gleichberechtigt an 6.000 usbekische und kirgisische Familien. Die Verteilungen von 31,1 Tonnen Kartoffeln an 15.500 Menschen sind bereits abgeschlossen worden. Die Kartoffeln wurden lokal bei Kleinbauern in der Umgebung von Osh aufgekauft.

Misereor hat eine Soforthilfe von 10.000 Euro für Nahrungsmittel bereitgestellt. Mit Hilfe des lokalen Misereor-Partners Aibek werden Grundnahrungsmittel wie Öl, Reis und Nudeln an die Bevölkerung in den Städten Jalalabad und Osh verteilt.

Nach wochenlangen gewalttätigen Konflikten zwischen Kirgisen und Usbeken, in deren Folge Hunderttausende Menschen zu Flüchtlingen wurden, scheint sich die Lage allmählich wieder zu entspannen. „Die Märkte sind geöffnet und die Mehrzahl der Flüchtlinge ist in ihre Heimatdörfer und Städte zurückgekehrt“, so Welthungerhilfe-Mitarbeiter Bronkal.

Pressekontakt:
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