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19.05.2010

Sri Lanka: Flüchtlinge brauchen Unterstützung

Ein Jahr nach dem Kriegsende erinnert die Welthungerhilfe die internationale Gemeinschaft an ihre Pflicht

Aus Anlass des Jahrestages zum Ende des Krieges in Sri Lanka mahnt die Welthungerhilfe, die Flüchtlinge im Norden der Insel auch weiterhin zu unterstützen. „Jetzt, wo endlich Frieden herrscht, lässt die internationale Staatengemeinschaft die Menschen allein. Sie brauchen jede Art von Hilfe, um in ihren alten Dörfern wieder ein neues Leben beginnen zu können“, betont Joachim Schwarz, Regionalkoordinator der Welthungerhilfe in Sri Lanka.

Hunderttausende Menschen waren im letzten Jahr vor den schweren Kämpfen zwischen der Armee und den Befreiungskämpfern der LTTE im Norden Sri Lankas geflohen. 280.000 Flüchtlinge mussten nach Ende des Krieges zunächst in Lagern rund um Vavuniya, Jaffna und Trincomalee leben. Etwa zwei Drittel haben die Lager seither zwar verlassen, aber nur 110.000 von ihnen konnten in die alten Dörfer zurückkehren.

„Die Menschen kommen mit leeren Händen in Gebiete zurück, in denen alles zerstört ist. Sie haben keine Unterkünfte, keine Hacken mit denen sie die Felder bewirtschaften können, und die Brunnen sind ohne Wasser“, so Schwarz. Auch die knapp 100.000 Flüchtlinge, die Unterschlupf bei Angehörigen gefunden haben, erhalten nur wenig Unterstützung. Dadurch verschlechtert sich die Ernährungssituation in den Gastfamilien.

Die Welthungerhilfe mahnt die Regierung in Colombo und die internationale Staatengemeinschaft, mehr Anstrengungen zu unternehmen, die Rückkehr und Eingliederung der Flüchtlinge schneller und intensiver zu unterstützen. „Je schneller die Menschen wieder ein selbstständiges Leben führen können, desto großer ist die Chance, dass Frieden nicht nur das Schweigen der Waffen bedeutet“, betont Schwarz.

Die Welthungerhilfe hilft den Flüchtlingen in drei Distrikten mit Starthilfen für einen Neuanfang. 2.000 Familien erhalten nach der Rückkehr in ihre Dörfer Materialien für neue Hütten, landwirtschaftliche Geräte, Gemüsesaatgut sowie Nahrungsmittel für die ersten Wochen. Darüber hinaus werden Brunnen und Bewässerungsanlagen repariert. Mehr als 600 Familien, die bei Verwandten leben, erhalten provisorische Unterkünfte und Lebensmittel.

Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de

Kontakt:
Simone Pott, Pressesprecherin
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