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24.06.2010

Nahrungsmittel an bedürftige Usbeken und|Kirgisen verteilt

Welthungerhilfe beschafft Hilfsgüter lokal

Bonn, 24.06.2010 Die Welthungerhilfe verteilt morgen 31,1 Tonnen Kartoffeln an bedürftige Usbeken und Kirgisen in der Stadt Osh, die im Mittelpunkt der gewalttätigen Auseinandersetzungen stand. Etwa 15.500 Menschen erhalten damit ein wichtiges Grundnahrungsmittel, mit dem die Familien eine Woche auskommen können.

Die Kartoffeln wurden in der Umgebung von Osh gekauft, um auch die einheimischen Kleinbauern zu unterstützen. Die Nahrungsmittel werden in den beiden Stadtdistrikten Amir-Timur und Furkat verteilt. Furkat war besonders von den gewalttätigen Auseinandersetzungen betroffen und viele Usbeken aus dem Umland sind dorthin geflüchtet.

„Die Menschen, die nach den Ausschreitungen in Osh geblieben sind und dort bei Verwandten Unterschlupf gefunden haben, werden bisher gar nicht versorgt. Wir müssen doch auch denen helfen, die nicht über die Grenze geflohen sind“, sagt Alexander Poltavtzev, der lokale Projektleiter der Welthungerhilfe in Osh.

Die Kartoffeln werden zu gleichen Teilen an usbekische und kirgisische Familien verteilt, die ebenfalls von der schwierigen wirtschaftlichen Lage im Land betroffen sind. Damit sollen ethnische Spannungen in den beiden Stadtbezirken verringert werden.

Gleichzeitig wird die Lieferung von Kindernahrung nach Osh vorbereitet. In den kommenden Tagen werden LKWs aus Kirgistan ins benachbarte Tadschikistan fahren, um Milchpulver, Gries und Windeln abzuholen, damit besonders Kleinkinder besser versorgt werden können.

Die Welthungerhilfe ist seit 1994 in Kirgistan tätig und hat seither insgesamt zehn Projekte im Wert von 2,3 Millionen Euro durchgeführt. Die aktuellen Projektmaßnahmen finden in den Provinzen Osh, Batken und Jalal-Abad mit der lokalen Organisation Agro Foundation for Development (AFD) statt. Dort profitieren mehr als 2.000 Bauern vom Aufbau einheimischer landwirtschaftlicher Kooperativen, die gemeinsam Saatgut für den Anbau von Kartoffeln züchten.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die Opfer in Kirgistan:

Welthungerhilfe
Kontonummer 1115
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Stichwort: Nothilfe

Pressekontakt:

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